Betreuung und Bewirtung Bissendorfer Blutspendehilfsdienst verabschiedet

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Ihre Aufgabe tritt jetzt Hildegard Plogmann (mit dem Blumenstrauß) an Benjamin Lau vom DRK ab. Foto: Nancy KnäuperIhre Aufgabe tritt jetzt Hildegard Plogmann (mit dem Blumenstrauß) an Benjamin Lau vom DRK ab. Foto: Nancy Knäuper

ng Bissendorf. Seit dem Jahr 2001 hat der Blutspendehilfsdienst Bissendorf über 5230 Spender betreut und bei fünf Terminen im Jahr für deren Verpflegung gesorgt. Beim letzten Blutspendetermin dieses Jahres haben die insgesamt 14 ehrenamtlichen Helferinnen ihre langjährige Aufgabe an den DRK Ortsverein Bissendorf übergeben.

Mehr als 30 Jahre lang haben sich die Frauen des Blutspendehilfsdienstes Bissendorf um den Empfang, die Betreuung und Bewirtung der Blutspender gekümmert. Mit selbstgebackenen Kuchen, belegten Brötchen und einem herzlichen Empfang haben sie dafür gesorgt, dass sich die Spender bei den Terminen in Bissendorf sehr wohl fühlten. „Einige kommen nur wegen meiner kalten Schnauze“, erzählte Hildegard Plogmann mit einem Augenzwinkern. Plogmann war viele Jahre für die Organisation des Blutspendehilfsdienstes verantwortlich und musste ihre Tätigkeit nun aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Auch die anderen Damen aus den Kirchengemeinden Holte, Bissendorf und Achelriede, die viele Jahre ehrenamtlich in ihrer Freizeit geholfen haben, können die Aufgabe nicht mehr übernehmen. „Uns fehlt einfach der Nachwuchs“, sagte Plogmann und betonte aber, dass die Arbeit beim Blutspendehilfsdienst „viel Spaß gemacht“ habe. Der DRK Ortsverein Bissendorf wird sich zukünftig um die Betreuung und Bewirtung der Blutspender kümmern. „Wir betreuen bereits die Termine in Wissingen und Schledehausen und werden auch die Termine in Bissendorf wie gewohnt weiter laufen lassen“, so Benjamin Lau, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Ortsvereins Bissendorf. Unterstützung von freiwilligen Helfern bekommt der Verein trotzdem . Wer ebenfalls bei den Blutspendeterminen helfen möchte, kann sich beim DRK in Bissendorf melden.

Weniger Spender

Mindestens genauso wichtig wie die Helfer sind die Blutspender selbst. „Die Zahl von 5238 Spendern in den Jahren 2001 bis 2014 ist für eine Gemeinde sehr gut“, berichtete die DRK-Gebietsreferentin Monika Gerdes. Im Jahr 2004 sei sogar eine Rekordzahl von 449 Spendern erreicht worden. Aktuell sinkt jedoch die Zahl der Spender. Michael Knäuper hat dafür kein Verständnis. Er spendete bereits zum 72. Mal sein Blut und hat dafür gute Gründe: „Das Blutspenden kommt der Allgemeinheit zugute, schließlich sind viele Menschen auf die Blutkonserven angewiesen. Außerdem darf man auch den gesundheitlichen Aspekt nicht außer Acht lassen, da die Regeneration des Blutes nach dem Spenden positive Auswirkungen auf den Organismus hat“, erklärte der erfahrene Blutspender.


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