„Mehrfachtäter“ ausgezeichnet Drei Ehrungen am 11. Tag des Bisses in Bissendorf

Von Bärbel Recker-Preuin

Bürgermeister Guido Halfter (Zweiter von links) zeichnete Horst Stutzenstein, Ute Jendrossek und Werner Niemann (von links) mit dem Ehrenzeichen für bürgerschaftliches Engagement, der Haifischflosse, aus. Foto: Bärbel Recker-PreuinBürgermeister Guido Halfter (Zweiter von links) zeichnete Horst Stutzenstein, Ute Jendrossek und Werner Niemann (von links) mit dem Ehrenzeichen für bürgerschaftliches Engagement, der Haifischflosse, aus. Foto: Bärbel Recker-Preuin

Bissendorf. Sie sind schnell, ausdauernd und zeigen zuweilen ihre Zähne, aber sich friedliebend. Sie sind immer in Bewegung und gehen nie unter. Gemeint sind Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen. In der Gemeinde Bissendorf gibt es viele diese „Gemeinwohl orientierten Bürger und allen gebührt hohe Ehre und Anerkennung“, so Bürgermeister Halfter. Drei Menschen wurden am 11. Tag des Bisses besonders hervorgehoben. Es sind Ute Jendrossek, Werner Niemann und Horst Stutzenstein.

Der Vergleich mit den Fähigkeiten eines Haufisches kam nicht rein zufällig. Denn das Ehrenamtszeichen in Bissendorf ist eine Haifischflosse und die Ehrung findet am „Tag des Bisses“ statt. Die drei neuen Ehrenpreisträger seien wie viele Ehrenamtliche „Mehrfachtäter“, in vielen Aufgaben und seit vielen Jahren für ihr Anliegen unterwegs. „Sie tun viel für Bürger und Gemeinde und sie nehmen ihr Ehrenamt sehr ernst. Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, so Guido Halfter.

„Ute Jendrossek ist ein alle Sinne berührendes Vorbild,“ so Halfter. Die Astruperin unterstützt seit der Eröffnung des Hauses am Bredberg vor sieben Jahren alte und kranke Menschen in der Senioreneinrichtung. Sie hilft bei der Betreuung, erledigt Besorgungen, wirkt mit bei den Hausveranstaltungen, organisiert das Café und spendet Kuchen. Außerdem arbeitet Ute Jendrossek seit acht Jahren bei der Meller Tafel. Sie holt Spenden ab, gibt Waren aus und hilft bei der Buchführung. „Sie hört gut zu und ist die gute Seele“, so Halfter.

„Werner Niemann ist authentischer Ansprechpartner auf Augenhöhe, er holt die Suchtkrankheit aus der Anonymität“, berichtete Guido Halfter. Der 69-Jährige gründete im Jahr 2000 den Freundeskreis der Suchtkrankenhilfe in Schledehausen. Er begleitet Menschen, die einen Weg aus der Erkrankung suchen. Auch außerhalb der Freundeskreistreffen begleitet er Betroffene und ihre Familien und steht ihnen besonders in Krisen bei. Der Schledehauser gehört dem Präventionsrat der Gemeinde an. Werner Niemanns Engagement in der Suchtkrankenhilfe geht weit über Bissendorf hinaus. Er arbeitet als Regionalberater, in landesweiten Verbänden und übernimmt Fortbildungen.

„Horst Stutzenstein ist ein sozial eingestellter Mensch, der sich für benachteiligte Menschen einsetzt,“ lobte Guido Halfter. Seit 15 Jahren leitet der Wissinger Wandergruppen der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück und der Wohnheime Achelriede und Ellernhof. Er stimmt die Wandertouren und –fahrten nach den individuellen Möglichkeiten der Wanderer mit Behinderung ab. Außerdem engagiert sich Horst Stutzenstein in der Technischen Abteilung des Heimat- und Wandervereins Bissendorf und macht mit bei den Ferienspaßaktionen, bei denen er sein weiteres Hobby, das Angeln, an den Nachwuchs weitergibt.

Musikalisch wurde der Tag des Bisses begleitet von Waldemar und Maximilian Berger an Bajan und Saxophon.