Viel Freude und zwei Ärgernisse Positive Berichte im Bissendorfer Rat

Von Angelika Hitzke

Für die Oberschule am Sonnensee hat die Gemeinde Bissendorf die Einrichtung eins gymnasialen Angebotes benatragt.. Foto: Angelika HitzkeFür die Oberschule am Sonnensee hat die Gemeinde Bissendorf die Einrichtung eins gymnasialen Angebotes benatragt.. Foto: Angelika Hitzke

Bissendorf. Durchweg positiv fiel der Bericht von Bürgermeister Guido Halfter in der jüngsten Ratssitzung aus.

So konnte der Verwaltungschef vermelden, dass nach Abschluss der Elternbefragung, an der sich 55 Prozent der Grundschuleltern beteiligt hatten, nun feststeht, dass die für die Einrichtung eines gymnasialen Angebotes an der Oberschule am Sonnensee erforderliche Mindestzahl von 27 Anmeldungen pro Jahrgangsstufe nicht nur in allen Klassen erreicht, sondern sogar zum Teil erheblich überschritten wird. Dieses Ergebnis sei mit der Landesschulbehörde in einem „sehr kooperativen Gespräch“ erörtert worden. Am 3. November habe die Gemeinde den Antrag eingereicht, zwei Tage später habe die Landesschulbehörde dies an den Landkreis Osnabrück weitergegeben. Jetzt muss der Kreistag darüber entscheiden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und meines Erachtens eine gute Klausur vorgelegt. Ich hoffe , dass wir versetzt werden, also das Klassenziel erreichen“, sagte Halfter.

2015 wieder Marathon

Der Bürgermeister teilte auch mit, dass nach der diesjährigen Pause am 29. August 2015 wieder ein Osnabrücker-Land-Marathon in der Gemeinde Bissendorf stattfinden wird. Start und Ziel sei dann aber nicht in Bissendorf, sondern in Wissingen. Die Laufstrecke werde von dort über Ellerbeck, Schledehausen und Natbergen führen, der Erlös wie bisher der Präventionsarbeit zugute kommen. Mitveranstalter sind weiterhin Präventionsrat und Arbeitskreis Sucht.

„Heute Morgen konnten wir den Konzessionsvertrag mit RWE beziehungsweise Westnetz im Beisein aller Fraktions- und Gruppenvorsitzenden unterzeichnen“, berichtete der Bürgermeister weiter. Es sei ihm eine „große Freude“, den Vertrag bei so guter Stimmung und „beseelt“ vom Gedanken an die gute Zusammenarbeit zum Abschluss gebracht zu haben. Diese gute Zusammenarbeit wolle man in den nächsten Jahren fortsetzen.

Freudenbekundungen gab es auch beim Tagesordnungspunkt „Hinweis auf die Vereidigung des Bürgermeisters“: Die nämlich, so erklärte die 1. Vizebürgermeisterin Doris Beinker, war in dieser Sitzung überflüssig, weil sie bereits in der konstituierenden Sitzung vorgenommen wurde. Guido Halfter nahm die Mitteilung zum Anlass, sich herzlich für seine Wiederwahl zu bedanken: „Ich freue mich, zum dritten Mal gewählt worden zu sein, und möchte Ihnen allen weiter die Hand reichen. Ich habe das Gefühl, dass wir uns immer besser aneinander gewöhnen“, sagte er. Das Klima, die Offenheit und den kommunalpolitischen Humor im Rat empfinde er als „sehr, sehr angenehm“. Die Arbeit für die Gemeinde mache ihm sehr viel Freude: „Ich bin dankbar, dass ich Ihr Bürgermeister sein darf. Ich bin stolz auf den Rat und auf diese Gemeinde!“ Dem hielt Ratsvorsitzender Wilfried Langhans entgegen: „Wir sind froh, Dich als Bürgermeister haben zu dürfen.“

Also alles Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz: Karin Schlüter (Grüne) und Jürgen Wiesehahn (FDP/CNI, Ortsvorsteher von Ellerbeck) verwiesen auf das Dauerärgernis der starken Straßenverschmutzung durch Verfüllung der Sandgrube im Ortsteil Ellerbeck. Bis heute habe die Firma die Auflagen nicht erfüllt, die mit der Genehmigung der Sandkuhle in den 90er Jahren verbunden waren. Danach sollte die Straße abends gereinigt werden. „Passiert ist nichts, man kann da gar nicht mehr herfahren, weder mit dem Rad, noch mit dem Auto“, so Karin Schlüter. „Zuständig ist der Landkreis“, sagte Bürgermeister Halfter, „aber wir geben das gerne zum wiederholten Male weiter.“ Er empfahl, dies in auch der Bürgerfragestunde des Kreistags anzusprechen.

Mit dem Kreis im Gespräch bleiben wolle man auch im Hinblick auf die fehlenden Hinweisschilder auf den Zebrastreifen am Wissinger Kreisverkehr. Dass es die bisher nur am Bissendorfer Kreisel gibt, hatte ein Bürger zuvor in der Einwohnerfragestunde kritisiert. Auch wenn der Landkreis als zuständige Behörde dies für „nicht verpflichtend erforderlich“ halte, sei eine einheitliche Beschilderung sinnvoll, gab Halfter dem Bürger recht. Jetzt müsse man das Gespräch abwarten.