Konzessionsverträge Energie: Wie Bissendorf mitverdienen will

Von Sandra Dorn

Die Gemeinde Bissendorf will auf dem kommunalen Energiemarkt mitmischen. Foto: dpaDie Gemeinde Bissendorf will auf dem kommunalen Energiemarkt mitmischen. Foto: dpa

Bissendorf. Bissendorf will im Energiegeschäft mitmischen. Doch was hat das mit der Vergabe der Konzession für das Strom- und Gasnetz zu tun, über die der Rat Donnerstag ab 18 Uhr im Schulzentrum entscheiden wird?

Bei den Konzessionsverträgen geht es nicht darum, wer die Gemeinde mit Strom versorgt, sondern wer Herr ist über die Netze. Die Leitungen befinden sich unter Bissendorfer Straßen und Gehwegen. Dafür dass die Gemeinde letztere zur Verfügung stellt, bekommt sie Geld (Konzessionsabgaben) – zurzeit von der RWE-Tochter Westnetz. Die wiederum kümmert sich um den Betrieb des Netzes, also um Wartung etc. Wenn ein Stromanbieter Strom durchleiten will, zahlt er so etwas wie eine Miete (Netzentgelte) an den Netzbetreiber.

Von diesem Mietkuchen will die Gemeinde auch ein Stück abhaben. Da sie den Netzbetrieb alleine nicht stemmen könnte, will sie die RWE als Partner für die Gemeindewerke ins Boot nehmen. Wenn RWE den Konzessionszuschlag bekommt, soll sie eine Netzgesellschaft gründen, an der sich die Gemeindewerke zu 51 Prozent beteiligen können. So könnten die Gemeindewerke 51 Prozent der Gewinne aus der Vermietung des Netzes an andere einstreichen. Bis sich das rechnet, dauert es noch aber ein paar Jahre, mit dem Geld müssen die Gemeindewerke erst mal ihre Anteile finanzieren.