Fachkräfte weiterhin gesucht Solarlux: Produktion ist voll ausgelastet

Von Siegfrid Sachse

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Die Produktion bei Solarlux soll ab 2016 an den neuen Standort in Melle umziehen. Foto: SolarluxDie Produktion bei Solarlux soll ab 2016 an den neuen Standort in Melle umziehen. Foto: Solarlux

Bissendorf. Solarlux Aluminium Systeme GmbH mit Stammsitz in Bissendorf ist Weltmarktführer bei Glasfaltwänden. Demnächst zieht das Unternehmen nach Melle um.

Faltbare Glaswände, komplett zu öffnende Fensterfronten, etwa für Wintergärten und Terrassen – vor 30 Jahren stießen diese Produkte in Deutschland auf eine gewisse Skepsis. So war der Start für die 1983 gegründete Solarlux Aluminium Systeme GmbH in Bissendorf eher mühsam. Doch die Japaner zeigten sich wesentlich aufgeschlossener für faltbare Fenster- und Türsysteme.

So wurden die ersten Schritte in Exportmärkte nicht in europäische Nachbarländer, sondern in den 10.000 Kilometer entfernten Inselstaat gemacht. Aus dem ersten großen Auslandsauftrag wurde bald der erste Importeur und Lizenznehmer.

Heute ist das Unternehmen, das seinen Stammsitz noch in Bissendorf hat und demnächst aus Platzgründen nach Melle umziehen wird, in über 50 Ländern vertreten und Weltmarktführer bei Glasfaltwänden. Außer bei diesem Produkt konzentriert sich Solarlux im höherwertigen Preissektor auf Wintergärten, Terrassenüberdachungen sowie Balkon- und Fassadengestaltungen.

Was 1983 mit einem Zwei-Mann-Betrieb begann, ist aktuell ein Unternehmen mit rund 650 Mitarbeitern. Solarlux beschäftigt in Bissendorf und in Osnabrück 520 Personen, hinzu kommen mehr als 100 Mitarbeiter in den USA, in den Niederlanden, Österreich, Großbritannien und in der Schweiz. Das Unternehmen sucht weiterhin Fachkräfte.

Der Geschäftsführende Gesellschafter Stefan Holtgreife, der gemeinsam mit seinem Vater und Mitbegründer Herbert Holtgreife das Unternehmen leitet, sieht sowohl in Deutschland als auch im Ausland genug Potenzial für die Fortsetzung des Wachstumskurses. „Wir haben in den Märkten für Wintergärten und bei architektonisch anspruchsvollen, energieeffizienten Fassadenlösungen sehr gute Chancen, uns nach und nach weiter zu vergrößern“, betont die Führungscrew. Ziel sei es, die Position als Qualitäts- und Innovationsführer auszubauen. Dafür wurden die Betriebsprozesse verbessert und die globale Geschäftstätigkeit durch zukunftsweisende Investitionen gestärkt, heißt es zur Marschrichtung von Solarlux.

Laut Stefan Holtgreife erzielte das Unternehmen 2013 ein Umsatzplus von knapp drei Prozent auf 75 Millionen Euro, davon entfielen etwa 45 Prozent auf die Exportmärkte. 2014 wird ein Wachstum von knapp zehn Prozent erwartet, wobei die Impulse sowohl vom Inland als auch vom Ausland kommen.

Das Unternehmen ist aktuell voll ausgelastet, und die Geschäftsführung geht davon aus, dass dies auch für den weiteren Verlauf des Jahres der Fall sein wird. Der Optimismus des Managements kommt nicht zuletzt darin zum Ausdruck, dass das Verkaufspersonal stark aufgestockt wurde.

Da Expansionspläne aufgrund mangelnder Fläche nicht in Bissendorf realisiert werden können, beschloss die Geschäftsführung die Umsiedlung des Betriebes nach Melle, wo ein rund 200000 Quadratmeter großes Areal zur Verfügung steht. Der Spatenstich wird noch im Herbst erfolgen, die ersten Produktionseinheiten sollen Anfang 2016 realisiert werden. Mittelfristig sollen in Melle die gesamte Produktion inklusive der Wintergarten-Manufaktur und das Zentrallager untergebracht werden. Nach Auffassung des Managements ist der neue Standort optimal auf das Unternehmen zugeschnitten, zumal dort auch die Fertigungsabläufe optimiert werden könnten, heißt es hierzu.

Als einen „Glücksfall für unsere Stadt“ bezeichnet der Meller Mediensprecher Jürgen Krämer die Ansiedlung der Firma Solarlux. Durch das unternehmerische Engagement der Familie Holtgreife werde der Wirtschaftsstandort Melle weiter gestärkt und ausgebaut. Die Stadt freue sich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Unternehmen, das nicht nur für seine innovativen und qualitativ hochwertigen Produkte, sondern auch für sein soziales Engagement weithin bekannt sei.

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