Erst auf die Waage, dann ans Tau Maifest in Nemden mit Überraschung beim Tauziehen

Von Stefanie Preuin

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Bissendorf. Der Ort Nemden ist recht klein, zieht aber kräftig an. Beim Maifest auf dem Suhrenhof gab es wieder den großen Tauziehwettbewerb und ein Programm für Jung und Alt.

Jeder gegen jeden hieß es beim Tauziehen beim Maifest in Nemden, aber nicht ganz ohne Regeln. Zunächst mussten die Teilnehmer auf die Waage – eine große Plattform, auf denen bis zu acht Personen oder unzählige Kinder Platz hatten. Jede Gruppe musste mindestens eine Frau und ein Kind aufnehmen. Schon hier konnte man die charmanten Gruppen von den Flegeln unterscheiden. Die gut Erzogenen ließen die Frau niemals zuletzt auf die Waage steigen. Des Weiteren wurden munter Teilnehmer ausgetauscht.

Der „Energieverein“ brachte beispielsweise einfach zu viel auf die Waage, also zwei Leichte runter, ein Schwerer hoch, es wollte nicht passen, und es fehlte noch ein Kind. Moderator Stefan Heckmann griff dem Verein unter die Arme und machte eine Durchsage. Es solle schließlich um den Spaß gehen und nicht an einem jungen Tauzieher scheitern. Schnell schob eine Mutter ihren Sohn auf die Waage. Auch das Team „Suhrenhof“ brauchte noch ein paar Kilo mehr. „Tine, Tine, Tine“, riefen die Teilnehmer und schon erhöhte die schlanke junge Frau das Gewicht auf 586 Kilogramm.

Zehn Mannschaften wurden kräftig von den zahlreichen Maifestbesuchern angefeuert. Die Füße in den Rasen gestemmt, die Hände kräftig an das Seil gepackt und los ging’s. „Die Spannung steigt“, feuerte Stefan Heckmann den „Energieverein“ an, der gegen die „Koma-Kolonne“ antreten musste. Diese tat sich besonders mit ihrem Schlachtruf „Koma Go“ und ihren intensiven Teambesprechungen hervor. Geleitet wurden sie von Frank Wiebold, als Trainer, Motivator und Manager der Gruppe, der nach eigenen Angaben den Teamnamen früher mehr verkörperte als heute. Es reichte schließlich für Platz vier.

In der Halbzeit des Fußball-Pokalspiels spuckten die Teilnehmer noch mal in die Hände. Im Finale ging es um alles. Dabei bewahrheitete sich, dass auch viele kleine Füße und Hände es auf das Treppchen schaffen können. Platz drei für die Mannschaft „Halle Kids“. Die weniger Muskelprotzenden vom „Suhrenhof“ mussten sich schließlich dem Sieger „Brandteich“ geschlagen geben. Und wer danach immer noch Power im Bizeps hatte, schwang den dicken Hammer bei „Hau den Lukas“ bis die Glocke klang.


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