Volker Bruch bleibt Vorsitzender Bissendorfer CDU votiert einstimmig für Halfter

Gute Laune bei der harmonischen Mitgliederversammlung (von links): Jens Gieseke, Kandidat für die Europawahl, Bundestagsabgeordneter André Berghegger, Landtagsabgeordnete Gerda Hövel und der wiedergewählte Vorsitzende der Bissendorfer CDU, Volker Bruch. Foto: Stefanie PreuinGute Laune bei der harmonischen Mitgliederversammlung (von links): Jens Gieseke, Kandidat für die Europawahl, Bundestagsabgeordneter André Berghegger, Landtagsabgeordnete Gerda Hövel und der wiedergewählte Vorsitzende der Bissendorfer CDU, Volker Bruch. Foto: Stefanie Preuin

Bissendorf. Die CDU Bissendorf hat in der Mitgliederversammlung ihren Vorstand gewählt. Zu Gast waren zudem Europawahlkandidat Jens Gieseke, Landtagsabgeordnete Gerda Hövel, der Bundestagsabgeordnete André Berghegger und Bürgermeister Guido Halfter, der für die bevorstehende Bürgermeisterwahl warb.

Einstimmig wiedergewählt wurde als Vorsitzender Volker Bruch aus Schledehausen. Der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Bullerdiek stellt seinen Posten zur Verfügung, neu gewählt wurde in dieses Amt Dieter Neuhaus, zweite Stellvertretende bleibt Angelika Rothe. Bestätigt wurden ebenfalls Dirk Westrup als Kassenwart und Schriftführerin Ruth Schulze.

Der bisherige Beisitzer Joachim Kellermann von Schele machte seinen Platz frei für „junge Leute“, auch Bernhard Henkelmann stand nicht mehr zur Wahl. Für beide wählten die Mitglieder Simon Dresing und Pieter Vellekoop. Gemeinsam mit der Mitgliederbeauftragten Britta Gollub gehören sie wie Uwe Bullerdiek, Dirk Tebbe, Michael Wohlbredt, Helmut Feldmann und Ulrich Wienke jetzt zum Vorstand.

Landtagsabgeordnete Gerda Hövel hob besonders das Engagement für die Sprachförderklassen in der Bissendorfer Grundschule hervor. Mehr als 1000 Unterschriften überreichte sie den Zuständigen im Landtag, um das Anliegen zu unterstützen. André Berghegger berichtete von den ersten sechs Monaten seiner Tätigkeit in Berlin. Der Bundestagsabgeordnete legte Schwerpunkte beim gesetzlichen Mindestlohn und der Rente mit 63 inklusive der Mütterrente. In seiner Arbeit suche er in der Koalition die „Schnittstellen“ mit den anderen Parteien. Das größte Thema in Berlin sei aber die Energiewende. Das Ziel sei, die beschlossene Energiewende zum Erfolg zu führen, so Berghegger bei der Versammlung.

„Wir brauchen eine hohe Wahlbeteiligung bei der Europawahl“, brachte CDU-Kandidat Jens Gieseke sein Anliegen direkt vor. Leider gebe es in den Nachbarländern einen Trend, zunehmend populistische, rechtsorientierte Parteien in das Europaparlament zu wählen. Mit plattesten Phrasen könnten sie voraussichtlich 20 Prozent der Stimmen bekommen, bedauerte Gieseke.

Dabei läge diesen Parteien nichts an einer Mitarbeit im EU-Parlament, vielmehr wollten diese „Strömungen“ Europa scheitern sehen, sagte der Kandidat. Wegen des Wegfalls der Drei-Prozenthürde hofften auch viele kleine radikale Parteien auf Parlamentssitze.

„Wer an Brüssel denkt, verbindet damit die Gurke“, ein Symbol für ein Imageproblem Europas. Gieseke fordert daher „weg vom Detail zu gehen, hin zum Großen“ und führt dabei die Steuergerechtigkeit an. Zwar sei es eine nationale Angelegenheit, aber es ließen sich immer wieder Steuerschlupflöcher besonders für große Konzerne finden. Als „Anwalt der Region“ möchte sich der Kandidat für die Angleichung einsetzen.

Die Ratsfraktion der CDU hatte sich längst entschieden, jetzt bestätigte die Mitgliederversammlung ihr Votum: Guido Halfter wird als Bürgermeisterkandidat akzeptiert, ein eigener Mitbewerber für dieses Amt wird nicht aufgestellt.

Es gebe zwar Reibungen, aber insgesamt wird die Zusammenarbeit mit Halfter positiv bewertet.


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