Präventionsrat tagt Meller Engel landen womöglich auch in Bissendorf

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Meller Engel werden von Grundschülern gemalt und danach vielfach auf Bechern, Papier und Geschenken für den Zweck der Prävention vermarktet. Foto: Martin DoveMeller Engel werden von Grundschülern gemalt und danach vielfach auf Bechern, Papier und Geschenken für den Zweck der Prävention vermarktet. Foto: Martin Dove

Bissendorf. Wer gute Kontakte pflegt, kann eine Menge dazu lernen. Das praktizierte der Präventionsrat der Gemeinde Bissendorf in seiner zurückliegenden Sitzung. Auf der Tagesordnung standen Themen, die das soziale Miteinander der Generationen stärken, auch Informationen der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“, der Verein „Melle vernetzt“ stellte die Meller Engel vor und Ingrid Hellmann die neue Selbsthilfegruppe für alkoholabhängige Frauen.

Die Meller Engel können auch über den Grönegau hinaus bis nach Bissendorf fliegen, erklärten die Vorsitzenden des Vereins „Melle vernetzt“, Birute Rosemann und Petra Buderath, und sie motivierten zum Nachmachen. Die Engels-Idee kann übernommen und die Erfahrungen weitergegeben werden, so Birute Rosemann, schließlich geht es um gesundheitliche Aufklärung und Prävention, damit um die gleichen Ziele, die auch der Bissendorfer Präventionsrat verfolgt. Rosemann und Buderath informierten über das Projekt Meller Engel, das überaus erfolgreich für finanzielle Mittel für die Präventionsarbeit sorgt. Meller Engel werden von Grundschülern gemalt und danach vielfach auf Bechern, Papier und Geschenken für den Zweck der Prävention vermarktet. „Die Meller Engel sind gute Botschafter“, fasste Birute Rosemann zusammen. Sie empfahl das Mitmachen und damit die Vernetzung mit anderen Gemeinden, um das Projekt auf noch breitere Säulen zu stellen. Entsprechend inspiriert von der Idee, auf diese Weise eine Einnahmequelle für die Präventionsarbeit zu erhalten, wollen sich die Bissendorfer mit der Umsetzung beschäftigen. Somit ist es möglich, dass ähnlich himmlische Botschafter für Bissendorf kreiert werden.

Eine von 3000 Ehrenamtlichen im Weißen Ring ist Karin Bloom. Sie möchte Kriminalitätsopfern „eine ruhige Plattform“ und persönlichen Beistand geben, auch tatkräftige Hilfe im Rechtsbestand. Sie berichtete den Mitgliedern von ihren Einsätzen.

Auf den persönlichen Austausch setzt auch Ingrid Hellmann. Die Natbergerin ist Initiatorin einer Selbsthilfegruppe für alkoholkranke Frauen. Langjährige Kontakte zu Suchtmittelabhängigen, die Unterstützung vieler Mitstreiter und schließlich der Wunsch, aktiv in der Gemeinde eigene Erfahrungen einzubringen, haben den Anstoß zur Gründung der Selbsthilfegruppe für Frauen gegeben, so Ingrid Hellmann.

Die Vernetzung und soziales Miteinander der Generationen setzen die drei Gruppen im Präventionsrat um. Sie berichteten von ihrer Arbeit. Arbeitskreis Familienbündnisse: Hohe Teilnehmerzahlen beim Familienfrühstück verzeichnete Kornelia Hunsche-Frach. In Planung sind Vätertage und Aktionen gegen häusliche Gewalt.

Arbeitskreis Goldener Oktober: Über gute Resonanz freute sich Inge Wechsel. Seniorenveranstaltungen, Ausflüge, das Tanzcafé und das Café „mittendrin“ werden gut angenommen. Heilkräuter sind demnächst Schwerpunktthema.

Arbeitskreis Sucht: Über eine Vielzahl an Präventionsaktionen berichtete Jürgen Griese. Leider fand nur weniges die erhoffte Resonanz. Sogar ein deprimierendes Ergebnis brachten die Alkoholtesteinkäufe Jugendlicher. Auch sportliche Aktivitäten und Alkoholkonsum lassen sich nicht trennen, bemängelte Griese die Praxis in Sporthallen. Absoluter Erfolg des Arbeitskreises Sucht ist der Osnabrücker Landmarathon, der bereits zehnmal mit Teilnehmern aus ganz Europa stattfand.


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