Neue Flächen entwickeln Bissendorf will passgenaue Lösungen fürs Gewerbe anbieten

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Die neue Firmenzentrale der Bäckerei Brinkhege nimmt große Formen an. Firmenchefin Heike Brinkhege zeigte Bürgermeister Guido Halfter (li.) und Fachdienstleiter „Planen und Bauen, Ingo Nagel, den Rohbau. Foto: Bärbel Recker-PreuinDie neue Firmenzentrale der Bäckerei Brinkhege nimmt große Formen an. Firmenchefin Heike Brinkhege zeigte Bürgermeister Guido Halfter (li.) und Fachdienstleiter „Planen und Bauen, Ingo Nagel, den Rohbau. Foto: Bärbel Recker-Preuin

Bissendorf. „Das Interesse an Gewerbeansiedlungen in Bissendorf ist nach wie vor vorhanden“, sagt Guido Halfter, und das ist für den Bürgermeister eine Voraussetzung für die weitere Gemeindeentwicklung. Während gleichermaßen für Unternehmen, Bürger und Gemeinde passgenaue Lösungen gesucht werden, wächst in Natbergen bereits ein Projekt in den Himmel. Es ist der Hauptsitz der Bäckerei Brinkhege. Die Weihnachtsbäckerei 2014 werde garantiert in Natbergen stattfinden, versichert Firmenchefin Heike Brinkhege.

Der Stachel sitzt noch tief, sprich: Der Schock über den Rückzug des Wintergartenherstellers Solarlux ist in Bissendorf noch nicht überwunden. Jetzt gilt es, die (Gewerbesteuer-)Lücke adäquat, bürger- und unternehmerfreundlich zu füllen. Der Wegzug von Solarlux muss möglichst kompensiert werden, meint Guido Halfter. Zwar bleibe bis zum endgültigen Wegzug noch Zeit, denn: „Wir freuen uns über jedes Jahr mit Solarlux, denn jedes Jahr mit Solarlux, ist ein gutes Jahr“, so Halfter. Es bleibt die Notwendigkeit, neue Flächen für Gewerbeansiedlungen in der strukturschwachen Gemeinde zu entwickeln. „Nicht um jeden Preis, aber im Rahmen des Möglichen, das machbar ist“, sagt Halfter. Alle, die diese Pläne zur Gewerbe-Bebauung skeptisch sehen, beruhigt der Bürgermeister: „Der Rat hat noch nie einen Bauleitplan für Gewerbeansiedlungen beschlossen, der hinterher den Bürgern geschadet hat.“ Eine Bestandsaufnahme.

Natberger Feld: Rund 21 Hektar stehen zur Verfügung, die Bauleitplanung ist beschlossene Sache und hat begonnen. Diese Fläche ganzheitlich zu entwickeln und keinen „Gemischtwarenhandel“ aufzubauen hat für den Verwaltungschef Priorität. Nach den Rückzügen der Spedition Koch und Solarlux müsse der Gemeinderat nun mit ruhiger Hand neu planen und alle Interessen im Blick behalten.

Beetkamp: Die Bauleitplanungen für die insgesamt sechs Hektar große Fläche laufen. Teile davon übernimmt die Firma Runge, die hierher ihren Firmensitz verlegen will. Für weitere Unternehmen ist noch Platz, die Planungen für den individuellen Zuschnitt der Grundstücke laufen.

Eistruper Feld: Der Wunsch, direkt an der Autobahn zu bauen, ist groß. „Es laufen abschließende Gespräche,“, deutet der Bürgermeister an. Einige Unternehmen haben hier ihre Domizile errichtet. Zurzeit sind noch ca. 7000 Quadratmeter ohne neue Besitzer. Für eine Erweiterungsfläche sind zehn Hektar vorgesehen.

Am Steinbruch: Hier wird es schwierig, Gewerbe anzusiedeln. Grund ist das hügelige Gelände mit steinigem Boden unterhalb des Steinbruchs, das die Erschließungs- und Baukosten in die Höhe treiben wird. Allerdings könnten hier besondere Firmensitze in Plateaulage entstehen. (Brutto-Fläche 15,7 Hektar)

In Wersche befindet sich eine kleinere Fläche in Privatbesitz.

In Wissingen verhält es sich mit einem 1,2 Hektar großen Bereich ebenso. Er schließt an das Einkaufszentrum in Wissingen an. Hier würde Halfter gern eine Entwicklung zur weiteren Gewerbeansiedlung sehen.

Schledehausen, Teichhausweg und Westruper Straße: Die Bauleitplanung für zwei weitere Bereiche von 3,9 und 3,3 Hektar läuft.

„Wir können und wollen den Betrieben nicht vorschreiben, wo sie bauen sollen“, beantwortet Guido Halfter die Frage nach einem ganzheitlichen Ansiedlungskonzept für die ganze Gemeinde. „Die Rahmenbedingungen müssen stimmen und die Vorgaben umsetzbar sein. Wir müssen ansiedlungswilligen Firmen eine passgenaue Lösung anbieten“, so Halfter.

Im Vier-Grenzen-Eck in Natbergen wächst eine solche passgenaue Lösung. Im September begann die Bäckerei Brinkhege mit den Bauarbeiten für ihre Firmenzentrale, die auf einem 14 000 Quadratmeter großen Areal entsteht. Ein weiterer Bereich von 15 000 Quadratmetern steht für einen möglichen zweiten Bauabschnitt zur Verfügung. 90 Mitarbeiter werden hier arbeiten. Die Außenhülle der 50 mal 76 Meter großen und gut sieben Meter hohen Halle steht, demnächst beginnen der Innenausbau mit der Installation modernster Backtechniken und die Einrichtung der Bereiche für die Zubereitung der Snacks und Konditorwaren. Heike Brinkhege legt sich nicht fest, wann die logistische Leistung des Umzuges von Hilter nach Natbergen vonstatten gehen wird und die ersten Brötchen in den nagelneuen Räumen gebacken werden können. „Weihnachten 2014 wird garantiert hier produziert, vorher ist alles möglich“, so Heike Brinkhege.


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