Informationsabende für Angehörige Bissendorfer Selbsthilfegruppe Demenz startet Programm

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Ein Jahresprogramm für Angehörige rund um die Pflege von Demenzerkrankten stellten Claudia Schröer-Mollenschott, Michael Thomsen und Liesel Bartling vor. Foto: Recker-PreuinEin Jahresprogramm für Angehörige rund um die Pflege von Demenzerkrankten stellten Claudia Schröer-Mollenschott, Michael Thomsen und Liesel Bartling vor. Foto: Recker-Preuin

Bissendorf. Informationen, gegenseitige Unterstützung und der Austausch sind für Angehörige an Demenz erkrankter Menschen die beste Hilfe. Das weiß Liesel Bartling aus eigener Erfahrung. Die Bissendorferin gehört der Selbsthilfegruppe Demenz an und die möchte im neuen Jahr mit einem themenbezogenen Fortbildungsprogramm starten. Beginn ist am Montag, 13. Januar. Dann geht es im Haus am Lechtenbrink um die Notfallmappe.

Aus einer Informationsveranstaltung über Demenz wurde eine Angehörigengruppe. Denn mit der Demenzerkrankung der Pflegebedürftigen verändert sich auch das Leben in der Familie. 80 Prozent der Erkrankten werden zu Hause gepflegt. Dabei stoßen die pflegenden Angehörigen von Demenzkranken oftmals an ihre Grenzen.

„Bevor ich zur Gruppe kam, war ich ein Nervenbündel, jetzt kann ich die Situation viel besser einschätzen und damit umgehen“, sagt Liesel Bartling. So wie ihr geht es vielen aus der Gruppe. Sie erfahren Rückhalt und Verständnis in der vertrauten Runde und lernen voneinander. Die Treffen mit dem Altenpflegeexperten Michael Thomsen, die abwechselnd im Haus am Lechtenbrink, Ortsteil Jeggen, und im Haus am Bredberg, Ortsteil Schledehausen, stattfinden, bieten über diesen Austausch hinaus pflegerische und medizinische Informationen. „Leider ist die Schwellenangst bei Demenz noch immer hoch. Viele trauen sich nicht, über ihre leidvollen Erfahrungen zu sprechen“, sagt Claudia Schröer-Mollenschott, Leiterin der Diakonie Sozialstation Belm-Bissendorf.

Unterstützung

Finanzielle Unterstützung erhielt die Selbsthilfegruppe Demenz von der Koordinierungsstelle im Landkreis Osnabrück. Das möchte die Gruppe dafür nutzen, um mehr betroffene Angehörige zu Information und Austausch zu motivieren.

Liesel Bartling und Michael Thomsen legten ein Vortragsprogramm für das Jahr 2014 fest. Einmal im Monat werden die Treffen um spezielle Themen und Referate ergänzt. Denn Demenz sei vielschichtig und gehe mit mehreren Krankheitsbildern einher, weiß Michael Thomsen. So stehen auf dem Jahresprogramm Themen wie Notfallsituationen, Bewegung im Alter, das Erkennen von Schmerzen bei Demenz, Inkontinenz und die Vermeidung von Stürzen. Die ersten themenbezogenen Treffen der Selbsthilfegruppe finden statt am Montag, 13. Januar (Thema: „Notfallmappe - Bei Unvorhersehbarem gewappnet sein“) im Haus am Lechtenbrink, Jeggen, und am Montag, 10. Februar, im Haus am Bredberg, Schledehausen, (Thema: Sturzfolgeschäden vermindern –Mobilität erhalten) jeweils von 19 bis 20.45 Uhr.


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