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Schnupperprobe bei der Kinderkapelle Bissendorf-Holte Keine Angst vor großen Instrumenten

Von Bärbel Recker-Preuin

Instrumentenkunde, die Spaß macht: Leonardo Grani zeigte den Kindern und Freunden der Blaskapelle Bissendorf-Holte verschiedene Instrumente. Gar nicht so leicht, aus so einer Posaune auch einen Ton herauszubekommen.Foto: Recker-PreuinInstrumentenkunde, die Spaß macht: Leonardo Grani zeigte den Kindern und Freunden der Blaskapelle Bissendorf-Holte verschiedene Instrumente. Gar nicht so leicht, aus so einer Posaune auch einen Ton herauszubekommen.Foto: Recker-Preuin

Bissendorf. Selbst wenn der stärkste Musiker ins Horn stößt, kommt nicht immer ein Ton dabei heraus. Die Probe aufs Exempel machte Leonardo Grani. Er holte tief Luft und blies in Trompete, Horn oder Posaune, leider vergeblich. Ein guter Ton entsteht erst durch Schwingungen, Öffnungen und Luftwiderstände, erfuhren seine Zuhörer aus der Kinderkapelle Bissendorf-Holte. Der Musiklehrer zeigte alles, die Kinder probierten aus, und Meike Eckl hofft jetzt auf noch mehr Nachwuchs für ihre Kinderkapelle.

Die jungen Mitglieder der Kinderblaskapelle Bissendorf-Holte musizieren seit einigen Monaten zusammen und machen große Fortschritte. Sie haben „Musik im Blut“, das zeigten sie dem Erwachsenen-Dirigenten Leonardo Grani mit Liedern und der Uraufführung des Alpentangos.

Die Kinder sind im Grundschulalter und spielten zumeist Blockflöte. Der Anfang der musikalischen Leidenschaft ist also gemacht. Nach der Schnupperstunde mit Leonardo Grani könnten es mehr werden – an Instrumenten und Mitspielern. Damit möglichst viele Kinder die Geheimnisse der Töne entdecken, lud die Kinderkapelle zu dieser besonderen Probe noch Freunde ein.

„Keine Angst vor großen Instrumenten“, meinte Leonardo Grani. Er baute mit den Kindern eine Zugposaune zusammen. Wenn mit den Lippen gespielt wird, kommt es zu Schwingungen, und wenn unten am Zug einer zieht, verändern sich die Töne – das und vieles mehr lernten die Kinder, und sie probierten aus.

Die Instrumente wanderten von Hand zu Hand, von Mund zu Mund. „Die Haltung sieht schon fast professionell aus“, lobte Grani, erst recht, wenn auch noch ein Ton klappte. „Eine Trompete geht vom Reinblasen nicht kaputt“, so der Musikpädagoge.

Als jeder seinen Ton gefunden und alle Instrumente ausprobiert hatte, wurde gebastelt. Auch Plastikflaschen können zu Instrumenten werden, meinten Meike Eckl und Anne Goecke. Sind Trichter und Klappen geschnitten, kommen auch hier Töne heraus.

Die Kinder möglichst früh an die Musik heranführen, so der Wunsch von Meike Eckl. Ein weiterer Aspekt ist natürlich die Verstärkung für die Blaskapelle Bissendorf-Holte. Gut 30 Musiker spielen in der Kapelle unter der Leitung von Leonardo Grani, Vorstufe ist die Jugendkapelle mit Arnd Hellmann, dann folgt die Kinderkapelle.

Die Kinderkapelle trifft sich alle zwei Wochen von 17 bis 18.15 Uhr im Probenhaus an der Meller Straße (Einfahrt Meyerdrees). Weitere Informationen und Anmeldungen unter der Telefonnummer 05402/690990 (Eckl).