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„Begleitung im Andersland“ Schledehauser Schulungsreihe: Die Vokabeln der Demenz erlernen

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<em>Angehörigen</em> muss der Umgang mit Demenzkranken erleichtert werden, das ist das Ziel, das Rainer Erdsiek (links) und Michael Thomsen mit einer Schulungsreihe im Haus am Bredberg ansteuern. Foto: Bärbel Recker-PreuinAngehörigen muss der Umgang mit Demenzkranken erleichtert werden, das ist das Ziel, das Rainer Erdsiek (links) und Michael Thomsen mit einer Schulungsreihe im Haus am Bredberg ansteuern. Foto: Bärbel Recker-Preuin

Bissendorf. „Betroffene Angehörige haben häufig eine Scheu, sich zu öffnen“, sagt Rainer Erdsiek, Pflegedienstleiter im Haus am Bredberg im Bissendorfer Ortsteil Schledehausen. Dabei leiden Angehörige mindestens ebenso wie die an Demenz Erkrankten. Ein Kurs für pflegende Angehörige soll diese Scheu überwinden helfen und den Umgang mit Demenzkranken erleichtern. Geplant ist außerdem die Gründung einer Selbsthilfegruppe.

Über eine Million Menschen sind in Deutschland von einer Demenzerkrankung betroffen, Tendenz steigend. 80 Prozent dieser Erkrankten werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Die Pflege wird mit dem Fortschreiten der Demenz schwieriger und belastender. „Demenz ist wie eine Fremdsprache, für die der Angehörige die Vokabeln neu lernen muss“, sagte Altenpflegeexperte und Referent Michael Thomsen. Die Barmer GEK und die Wörheide-Konzepte rund ums Altern bieten in Kooperation mit dem Alten- und Pflegeheim am Bredberg in Schledehausen ein „Vokabeltraining“, das heißt, eine Schulungsreihe für Angehörige von demenziell erkrankten Menschen an.

Die sieben, zweistündigen Treffen stehen unter dem Titel „Begleitung im Andersland“. In verschiedenen Themenbereichen und im Austausch wird Michael Thomsen über den Verlauf der Krankheit informieren, den respektvollen Umgang mit Demenzerkrankten üben, diagnostische und therapeutische Maßnahmen erläutern, und er zeigt Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige auf. „Die Gruppe wird in entspannter Atmosphäre über Demenz reden können und vom Austausch profitieren“, versichert Thomsen, der bereits im Haus am Lechtenbrink einen Angehörigenkurs durchführte und daraus eine Selbsthilfegruppe initiierte.

Das ist nach der Schulung auch im Haus am Bredberg geplant. Die Treffen der Selbsthilfegruppen sollen dann in Zukunft abwechselnd am Lechtenbrink und am Bredberg stattfinden, damit ein kontinuierlicher, monatlicher Austausch der Angehörigen möglich ist.

Ein Informationsabend zur Schulungsreihe „Begleitung im Andersland“ findet statt am Montag, 4. Februar, um 19.30 Uhr im Haus am Bredberg, Schledehausen. Am 11. Februar beginnt dann die siebenmalige Schulung.

Informationen im Haus am Bredberg, Telefonnummer 05402/984080, oder bei Michael Thomsen, Telefon 05402/1578.


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