Schledehauser Mahlzeit mundet 112 Gästen Warum dicke Bohnen und Deftiges in Schledehausen ein Renner sind

Entertainer „Luigi“ hatte die Lacher bei der Schledehauser Mahlzeit in Hünerbein´s Posthotel häufig auf seiner Seite. Foto: Johanna KollorzEntertainer „Luigi“ hatte die Lacher bei der Schledehauser Mahlzeit in Hünerbein´s Posthotel häufig auf seiner Seite. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. Mitte November lädt der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) traditionell zur Schledehauser Mahlzeit. Dem Aufruf zur aktuellen 27. Ausgabe folgten 112 Gäste. Bei Dicken Bohnen, deftigen Beilagen, passendem Witz und zeitloser Musik feierten diese im großen Saal von "Hünerbein´s Posthotel".

„Male Lache, male Weine – so isse Lebbe ebbe!“, findet Entertainer „Luigi“, der im wahren Leben Stephan Rodefeld heißt und im Verlauf des Abends zeigte, dass er noch andere Rollen als „den kleinen Italiener“ auf der Pfanne hat. „Der kennt die Leute hier fast besser als wir!“, meinte einer der Gäste, dem der Komiker, Sänger und Moderator aus Melle beim Betreten des Hauses ein persönliches Ständchen auf der Ukulele brachte.

Im Saal angelangt stimmte Jürgen Plogmann unter dem großen gelben Schild „27. Schledehauser Mahlzeit“ auf der E-Orgel tanzbare Evergreens an und spickte sie mit launigen Ansagen. „Er hat versprochen, dass alles was gegessen wird, bis zwölf Uhr wieder abgerockt ist“, ließ der HVV-Vorsitzende Ulrich Wienke die Gäste wissen, unter denen sich auch Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter befand.

Lustiges Liedgut und deftiges Essen 

Mit „Luigi“ erhielt die Traditionsveranstaltung des HVV einen kleinen Hauch von mediterranem Lebensgefühl. Lustiges Liedgut über die „gute alte Zeit“ ohne Instagram und Co. gehörte ebenso zum Programm wie ein kleiner Intelligenztest, ein als multifunktionales Smartphone genutzter Zollstock, Wende-Witze oder ein zur Musterung antretendes tierisches Trio.

Gut gelaunt ließ sich die Gesellschaft an großen runden Tischen die Dicken Bohnen mit Speck, Kassler, Wurstspezialitäten, Stampfkartoffeln und Senf munden. Ein „Schledehausener Nachtwächtertropfen“ (ein beliebter Schnaps mit 32 Kräutern) durfte nach diesem deftigen Mahl natürlich nicht fehlen.

„Aalhornmann“ macht Hermann Obrock zum Held

Schunkelnd und klatschend durch Jürgen Plogmann auf den weiteren Verlauf des Abends eingestimmt, kehrte Stephan Rodefeld in veränderter Rolle in den Saal zurück: Als „Ewald – Der Aalhornmann“ bat der Entertainer Kassenwart Hermann Obrock aus dem Publikum zu sich auf die Bühne: „Mein Lieber, dass dauert jetzt drei Minuten für Dich. Aber ich verspreche Dir, Du gehst als Held!“, motivierte der waschechte Niedersachse im hautengen, dunkelblauen Trainingsanzug.

Unterstützung erhielt „Ewald – Der Aalhornmann“, alias Stephan Rodefeld, beim rocken und rollen von HVV-Kassenwart Hermann Obrock. Foto: Johanna Kollorz

Während der verwirrte „Ewald“ beherzt in sein „Fischfanggerät“ – ein sechs Meter langes Alphorn – blies, ließen sich die Gäste nicht lange bitten den verfremdeten Gary Moore-Song „You know I love you“ („Oh Baby der Aal ist tot“) mitzusingen.

Erstmals „Weihnachtsleuchten“ in Schledehausen

Zum Ende des offiziellen Programmteils wies Ulrich Wienke auf eine andere, in kürze anstehende Zusammenkunft in Schledehausen hin: Am Samstag, 30. November, lädt der HVV ab 16 Uhr erstmals zum „Weihnachtsleuchten“ vor der katholischen St. Laurentiuskirche, an dem sich auch der Musikzugs der Feuerwehr Schledehausen beteiligen wird.


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