Strahlender Klangkörper Gospelchor Shine begeistert Besucher des Herbstkonzerts

Mittlerweile ein Markenzeichen ist das schwarz-orangefarbene Outfit des Gospelchors Shine bei seinen Auftritten in der Kirche Achelriede und anderswo. Foto: Johanna KollorzMittlerweile ein Markenzeichen ist das schwarz-orangefarbene Outfit des Gospelchors Shine bei seinen Auftritten in der Kirche Achelriede und anderswo. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. Die Aufregung davor ist ebenso groß wie die Freude danach: Alle zwei Jahre lädt der Gospelchor Shine zum Herbstkonzert in die evangelische Kirche Achelriede. Vergangenen Samstag präsentierte der strahlende Klangkörper unter der Leitung von Dorothee Steinkamp ein aktuelles Best-Of-Programm und nahm stolze 3300 Euro Spenden ein.

„Zum Glück sind wir ein Chor und kein Projekt, das irgendwann einfach wieder verschwindet“, betonte die Chorleiterin während des dreistündigen Auftritts vor dicht besetzten Kirchenbänken. Als Steinkamp vor 23 Jahren einen losen Singkreis an die Hand nahm, hätte sie sich das aktuell dargebotene Niveau sicher nicht träumen lassen.

Mit einem schwungvollen Apell ans Publikum („Come, Let Us Sing“) stieg der knapp 60-köpfige Chor in das abwechslungsreiche Programm ein. Stellvertretend für den Kirchenvorstand betonte Pastor Christoph Schnare wie viel Arbeit und Liebe die „Shinis“ in ihre Konzerte stecken. Doch wer an diesem Abend Augen und Ohren offen hielt, spürte das Gefühl des Zusammenhalts und der geteilten Freude am Singen auch völlig ohne Worte.

Gospels, Spirituals, Pop & Rock

Mit Spirituals wie „Joshua Fit The Battle Of Jericho” nahmen die Sängerinnen und Sänger das Publikum klatschend, schnipsend, zischelnd und summend mit auf eine bewegende musikalische Reise. Beim Evergreen „California Dreaming“ beklagte Dorothee Steinkamp 50 Jahre nach Woodstock zu viel Krieg und Hass in der Welt und griff zu ihrer Geige.

Als Solisten setzten auch Lucas Langenberg (Trompete), Peter Kalus (Percussion), Hans-Michael Van Eijsden (Gitarre/Gesang) und Ulrike Schnare (Klavier) immer wieder besondere Akzente. Als Gesangssolisten überzeugten zudem Kevin MacKay (Augen zu: Armstrong im Ohr), Claudia Schumann, Heidi Gehrs, Marion Herkenhoff und Beathe Weith-Hornung.

Zwei von vielen starken Solostimmen des Konzertabends: Claudia Schumann und Heidi Gehrs, Foto: Johanna Kollorz

Der feste christliche Glaube zog sich wie ein roter Faden durch das Programm. Vom R´n`B-Klassiker „Stand By Me“, über Gospels wie „Jesus Never Fails“, Spiritual wie „He´s Always Close To You“ bis hin zum Pop-Song „I Will Follow Him”.

Mit Lena´s Song („Fly With Me“) aus dem Film „Wie im Himmel“ ermutigte der Chor die Zuschauer, etwas Altbekanntes und Vertrautes loszulassen. Auch Weihnachtliches wie „Mary, Did You Know“ oder „Hallelujah“ gehörten zum facettenreichen Repertoire.

Live-Mitschnitt für neue CD

Umhüllt von stimmungsvollem Licht und bei ausgefeilter Ton-Technik (Gerlind Müller) für die nächste Live-CD entwickelte sich die „konzentrierte Atmosphäre“ des Chors zur Freude ihrer energiegeladenen Leiterin mehr und mehr Richtung „Party“. Dank des lebensfrohen, südafrikanischen Folk-Songs „Shosholoza“ wähnte sich das Publikum direkt nach der Pause in einer fernen, exotischen Welt.

Native Speaker Kevin MacKay übernahm den Solopart bei den Songs „Peace In The Valley“ und „What A Wonderful World“. Foto: Johanna Kollorz

Nach einem traumhaften „What A Wonderful World“ mit Native Speaker MacKay gelang der Chorgemeinschaft mit gefühlsbetontem Wechselgesang der Sprung ins kalte Wasser („Wade In The Wader“) um kurz darauf eine Brücke über das aufgewühlte Nass zu schlagen. Der Coldplay-Song „Fix You“ („Lights Will Guide You Home…”) bereitete die Zuschauer schon einmal auf den Heimgang entlang der liebevoll mit Kerzen geschmückten Wege vor. 

Zuvor präsentierten die „Shinis“ mit dem U2-Hit „I Still Haven´t Found What I´m Looking For” aber noch ein von Dorothee Steinkamp für sie umgeschriebenes Stück, in dem letztere den ersten Gesangspart übernahm. „Ach, so langsam fühlen wir uns richtig wohl!“, betonte die Leiterin, die nach weiteren Spirituals („Going To Jordan“), Evergreens („Put A Little Love In Your Heart“) und Gospels („Father“) vom Chor für ihr Engagement gelobt und mit Blumen bedacht wurde.

Hans-Michael Van Eijsden war beim Herbstkonzert der „Shinis“ sowohl mit der Gitarre, als auch mit Gesang solo zu erleben. Foto: Johanna Kollorz

Erlös der Spendensumme von 3300 Euro für Chor und Kita

Nach drei Zugaben verabschiedete der Chor die sichtlich beflügelten Besucher singend am Ausgang, während so mancherlei Schein in zwei schwarze Zylinder wanderte. Der Erlös der Spendensumme, die den Chor überwältigte, wird aufgeteilt:

Zum einen soll das Geld in die kirchenmusikalische Arbeit und Weiterentwicklung von Shine fließen. Zum anderen geht es an den Förderverein der Kita Achelriede zur Unterstützung neuer Gesangs- und Instrumentaltalente. Gute Voraussetzungen also, dass der Gospelchor die nächsten 23 Jahre beim gemeinsamen Gesang zu Ehren Gottes erstrahlt.


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