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Instrumententausch Begeisterte Fans beim Konzert der Blaskapelle Bissendorf-Holte

Von Natascha Kanke

Hier spielt jeder noch sein Instrument in der Blaskapelle Bissendorf-Holte. Später wurde getauscht. Dirigent Grani (r.) staunte. Foto: Egmont SeilerHier spielt jeder noch sein Instrument in der Blaskapelle Bissendorf-Holte. Später wurde getauscht. Dirigent Grani (r.) staunte. Foto: Egmont Seiler

Bissendorf. Das Konzert der Blaskapelle Bissendorf-Holte e.V. stand in diesem Jahr unter dem Eindruck des 60-jährigen Bestehens. Aber in diesem Fall brachten nicht die Gäste die Geschenke mit, sondern die Kapelle. „Unser Geschenk für euch ist unsere Musik“, sagte die 2. Vorsitzende Martina Kröning.

Die Blaskapelle beeindruckte ihre Zuhörer mit einer bunten Mischung verschiedener Musikrichtungen. Vom Waldler-Marsch über den Barta-Walzer und das Concerto D’Amore bis hin zu Medleys von Billy Joel und Michael Jackson. Manch einer fühlte sich auch in den Sonntagabend versetzt, als die Tatort-Melodie von Klaus Doldinger erklang.

Zwischen den Stücken der Blaskapelle bekamen auch die Jugendkapelle und die Gruppe „Jillist“ die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen. Die Nachwuchsmusiker boten unter der Leitung von Arndt Hellmann Charthits, wie „It’s my life“ von Bon Jovi und „Eye of the tiger“ von Survivor, aber auch die Filmmusik zu Harry Potter wurde gespielt.

Die Gruppe Jillist besteht aus sieben jungen Frauen und einem jungen Musiker, die auch in der Blaskapelle spielen. In ihrer Freizeit haben sie „Jillist“ gegründet und einige eigene Stücke eingeübt. Die jungen Musiker hatten einen besonderen Auftritt vorbereitet. Denn eines der Gruppenmitglieder sorgte für die gesangliche Untermalung der Darbietung von beispielsweise Kelly Clarksons „My life would suck without you“ und „Apologiez“ von Timbaland.

Dass die Blaskapelle immer für eine Überraschung gut ist, durfte Dirigent Leonardo Grani am Ende der Vorstellung feststellen. Ohne das Wissen ihres Dirigenten hatten die Musiker eine Nummer eingeübt, bei der alle ihre Instrumente tauschen. Da spielte plötzlich der Schlagzeuger die Tuba und der Hornist die Klarinette. „Entstanden ist die Idee auf einem Schulfest, wo die Schulkinder die Instrumente ausprobieren durften. Nur irgendwann probierten die großen Kinder dann die Musikinstrumente der anderen aus“, erklärt Rolf Holtgreve die Idee. Geheime Probentage folgten, sodass der überraschte Leonardo Grani beim Konzert anfangs perplex und danach völlig begeistert seiner Blaskapelle zuhörte, als sie „Sweet Caroline“ zum Besten gab. „Das war einfach phänomenal, unglaublich. Wirklich jeder hat ein anderes unbekanntes Instrument gespielt“, freute sich Grani. Doch nicht nur er war begeistert. Von den Zuschauern bekam er Komplimente wie: „Das war großartig“ oder „Ihr spielt einfach klasse“. Sein Resümee: „Der Abend war rundum gelungen.“