Kästner-Lesung im Hof Wamhof Der Schauspieler Charles Brauer liest in Schledehausen

Freuen sich auf die Lesung mit Charles Brauer und Pianist Günther Brackmann Hof Wamhof, den Ausstellungsraum der Möbelmanufaktur Scholtissek: Beatrice le Coutre-Bick vom Literaturbüro Westniedersachsen sowie Angelika Rothe und Andrea Frieling vom Kulturverein Bissendorf (Kubiss). Foto: Claudia SarrazinFreuen sich auf die Lesung mit Charles Brauer und Pianist Günther Brackmann Hof Wamhof, den Ausstellungsraum der Möbelmanufaktur Scholtissek: Beatrice le Coutre-Bick vom Literaturbüro Westniedersachsen sowie Angelika Rothe und Andrea Frieling vom Kulturverein Bissendorf (Kubiss). Foto: Claudia Sarrazin

Bissendorf. Ein ungewöhnlicher Ort und spannende Autoren oder Schauspieler, das zeichnet die Lesungen im Hof Wamhof in Schledehausen aus: In diesem Jahr folgte der Schauspieler Charles Brauer der Einladung des Kulturvereins Bissendorf (Kubiss) und des Literaturbüros Westniedersachsen. Er liest am Sonntag, 29. September, um 18 Uhr Prosa, Gedichte und Biografisches von Erich Kästner. Begleitet wird er dabei von Günther Brackmann am Klavier.

Seit rund zehn Jahren organisieren der Kulturverein Bissendorf (Kubiss) und das Literaturbüro Westniedersachsen gemeinsam Lesungen in Bissendorf: „Kultur, Kunsthandwerk und das besondere Ambiente konnten bisher selbst anspruchsvollste Künstler beeindrucken“, berichtete Beatrice le Coutre-Bick vom Literaturbüro Westniedersachsen mit Blick auf den Hof Wamhof, dem Ausstellungsraum der Möbelmanufaktur Scholtissek. Dieser wird für die Lesungen regelmäßig zum Veranstaltungsort und hat sich so als Kulturort etabliert. „Hier fühlen sich alle gut aufgehoben“, erklärte Angelika Rothe, die gemeinsam mit ihrer Kubiss-Kollegin Andrea Frieling die Lesung mit vorbereitet. Zu denen, die bisher den Weg nach Schledehausen fanden gehören unter anderem die Schauspielerin Paula Quast und der Musiker Henry Altmann, das Schauspieler-Ehepaar Christiane Leuchtmann und Hans Peter Korff, der ehemalige ARD-Haupstadtkorrespondent Sven Kuntze sowie jeweils einzeln die Schauspieler Thekla Carola Wied, Barbara Auer und Dominique Horwitz. Nun kommt also Charles Brauer. 

Warum die Provinz anziehend ist 

Wie bekamen die Veranstalter Brauer dazu ausgerechnet auf dem Land, konkret in Schledehausen Ende September eine Lesung zu machen? „Er hat in Osnabrück Gottfried Benn und Remarque gelesen“, berichtete le Coutre-Bick, die den Schauspieler einfach gefragt hatte. Denn dieser habe nach der Osnabrücker Lesung erklärt: „Wenn sie noch was haben, komme ich wieder.“ „Manchmal ist es gar nicht so schwierig namenhafte Autoren und Schauspieler einzuladen“, wusste Rothe und fügte hinzu: „Außerdem bildet das Literaturbüro bei solchen Anfragen oft eine Brücke.“ Das Publikum in Schledehausen wiederum zeichne dadurch aus, dass es sehr lebendig und interessiert sei, so le Coutre-Bick: „Und Renate Möller von Schlottisek ist so eine tolle Gastgeberin.“ Die Gelobte wiederum erklärte nach ihrer Motivation gefragt: „Ich möchte, den Menschen, die in der Provinz leben, Kunst und Kultur ein bisschen mehr näherbringen.“ Denn nicht allen sei es beispielsweise möglich, für eine Lesung in die Stadt Osnabrück zu fahren.

Foto: Claudia Sarrazin

Das Kästner-Programm

Deshalb kommen "Kunst und Kultur" in Form namenhafter Vertreter regelmäßig nach Schledehausen: Brauer wird dabei vom Pianisten Günther Brackmann begleitet. Dieser spielt Swing der 20er und 30er Jahre sowie eigenen Kompositionen, während Brauer in Texten und Gedichten von Erich Kästner dessen Leben nachzeichnet. „Ich weiß aus Erfahrung, dass Kästner ungebrochen geliebt wird“, so le Coutre-Bick, und wer möchte, könne an dem Abend beim Kästner-Büchertisch zugreifen.

Schauspiel-Stationen von Brauer

Brauer selbst war Max-Reinhardt-Schüler und spielte unter Gustaf Gründgens am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Es folgten unter anderem Stationen am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart und die Rolle des Schuldirektors Julius Hartlaub in der TV-Serie „Unser Lehrer Doktor Specht“. Vielen in Erinnerung geblieben ist Brauer als singender („Swinging Cops“) Hamburger Tatort-Kommissar Peter Brockmöller an der Seite von Manfred Krug. Zu seinen weiteren Rollen gehörten beispielsweise Auftritte in Filmen der Reihen Rosamunde Pilcher, Utta Danella und Katie Forde sowie in den Krimiserien Morden im Norden, SOKO Köln, Stubbe – Von Fall zu Fall oder Der Bulle und das Landei.

Die deutsche Stimme von John Grisham Hörbüchern

Außerdem ist Brauer mit Lesungen zu verschiedenen Themen und Romanen unterwegs,  zum Beispiel einem Manfred-Krug-Programm. Und Brauer ist seit Jahrzehnten Synchronsprecher. So war er die „deutsche Stimme“ von Donald Sutherland in „Der große Eisenbahnraub“ (1979), und er ist der Stammsprecher der deutschen Hörbücher des US-amerikanischen Schriftstellers John Grisham.  

Foto: Claudia Sarrazin

Kartenvorverkauf

Karten für den Abend mit Charles Brauer und Günther Brackmann am Sonntag, 29. September, um 18 Uhr im Hof Wamhof im Freudental 1 in Schledehausen gibt es im Vorverkauf für 15 Euro unter anderem in der Touristinformation in Osnabrück unter Telefon 0541 323-2202 oder im Dorfladen in der Bergstraße 17 in Schledehausen unter Telefon 05402 8302.


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