Proben für den Ernstfall Große Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaften in Schledehausen

Helfer aus Hildesheim: Bei der Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde auch ein Verkehrsunfall in Wulften simuliert. Foto: Nancy KnäuperHelfer aus Hildesheim: Bei der Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde auch ein Verkehrsunfall in Wulften simuliert. Foto: Nancy Knäuper

Bissendorf. Zu einem Feuer in der Möbelfabrik Pante und einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen in Wulften wurde am Samstag in Schledehausen die Feuerwehr gerufen. Dabei war jedoch niemand wirklich in Gefahr: Es handelte sich um eine große Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaften.

Gegen 14 Uhr erhielt die Feuerwehr die Alarmierung für einen Einsatz bei der Firma Pante in Schledehausen. Doch die Feuerwehren kamen nicht nur aus Schledehausen, sondern unter anderem aus dem über 120 Kilometer entfernten Hildesheim. Das Szenario: Die Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 des Landkreises Hildesheim war ursprünglich auf dem Weg zu einem Moorbrand im Landkreis Emsland, wurde jedoch aufgrund einer Vielzahl von Alarmierungen der Ortsfeuerwehren im Landkreis Osnabrück nach Schledehausen gerufen. 

Auch wenn dieses Szenario nur für die Übung geschaffen wurde,  so abwegig war es nicht. Durch die Extremwetterlage im Sommer 2018 und auch in diesem Jahr kam es immer wieder zu Einsätzen, bei denen die Feuerwehren auch über die Landesgrenzen hinaus im Einsatz waren.  "Genau in solchen Fällen, in denen die örtlichen Feuerwehrkräfte den Einsatz nicht mehr alleine bewältigen können, kommen Kreisfeuerwehrbereitschaften zum Einsatz", erläutert Gemeindebrandmeister Ulrich Brockmann. 

Diese werden von den Landkreisen aus der Kreisfeuerwehr gestellt und rücken dann meist mit mehreren Zügen an, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen. Für die Feuerwehrmänner und -frauen sind die Einsätze in der Kreisfeuerwehrbereitschaft eine besondere Situation, denn sie kennen den Einsatzort und die Gegebenheiten dort nicht. Deshalb sind Übungen wie diese auch so wichtig.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 des Landkreises Hildesheim war bei der Übung in Schledehausen mit über 100 Einsatzkräften in fünf  Zügen und rund 30 Fahrzeugen im Einsatz. "Die Einsatzszenarien vor Ort wurden auf die Einheiten zugeschnitten", erläutert Thomas Börs, stellvertretender Bereitschaftsführer der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd. Die Ortsfeuerwehr Schledehausen hatte die Übung vorbereitet und ein Szenario geschaffen, das vollen Einsatz der Feuerwehrleuten forderte.

Zahlreiche Einsatzkräfte und -fahrzeuge waren zur Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft beim Möbelhersteller Pante in Schledehausen angerückt. Foto: Nancy Knäuper

In den großen Hallen der Firma Pante lag der Schwerpunkt auf der Menschenrettung bei starker Rauchentwicklung. Diese wurde mithilfe von Masken simuliert, die zusätzlich zur Atemschutzausrüstung getragen werden mussten Außerdem musste eine Wasserversorgung aufgebaut werden. Aufgrund der Wetterlage floss jedoch kein Wasser durch die Schläuche. Parallel zu diesem Einsatz gab es noch einen simulierten Verkehrsunfall bei der Firma Kaufmann in Wulften. Dort waren drei Fahrzeuge involviert, so dass zwei Löschgruppenfahrzeuge aus Hildesheim und eins aus Schledehausen dort die Bergung der verletzten Personen übernehmen mussten. Dabei wurden sie vom DRK aus Bohmte unterstützt.

Während die Übung auf dem Gelände der Firma Pante nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war, konnten sich die Anwohner und interessierte Zuschauer in Wulften genau anschauen, wie so ein Einsatz der Feuerwehr abläuft. Vor allem Kinder waren sehr interessiert daran, wie die Personen mit schwerem Gerät aus dem Auto geborgen und versorgt wurden. Angst hatten sie aber nicht, denn sie haben aus erster Hand erlebt, wie die Feuerwehr im Ernstfall helfen kann.


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