Rathaussturm in Bissendorf Als "GuidoPhone" verkleideter Bürgermeister gibt Rathaus auf

Auch wenn die Narren wetterbedingt sofort in die Eingangshalle des Bissendorfer Rathauses durften, zunächst waren der Bürgermeister und die Bissendorfer Garde optimistisch, Prinz Hermann-Josef Klein, Kinderprinz Artur Kanz, Prinzessin Vera Klein, Kinderprinzessin Marlena Brinkamnn (von links) und ihr Gefolge abwehren zu können. Foto: Claudia SarrazinAuch wenn die Narren wetterbedingt sofort in die Eingangshalle des Bissendorfer Rathauses durften, zunächst waren der Bürgermeister und die Bissendorfer Garde optimistisch, Prinz Hermann-Josef Klein, Kinderprinz Artur Kanz, Prinzessin Vera Klein, Kinderprinzessin Marlena Brinkamnn (von links) und ihr Gefolge abwehren zu können. Foto: Claudia Sarrazin

Bissendorf. Die Bissendorfer Narren haben erfolgreich das Rathaus gestürmt. Ihr Fazit: „So einfach war das noch nie.“ Denn aufgrund des Wetters verteidigte die Bissendorfer Garde nur den Bürgersaal und Bürgermeister Gudio Halfter – leider vergeblich.

Fiona (3) und Felix (6) freuten sich schon auf den Rathaussturm und hatten für die Süßigkeiten, die sie zu ergattern hofften, extra Taschen mitgebracht. Foto: Claudia Sarrazin

Felix (6) und Fiona (3) standen am Sonntagnachmittag bei trüben Wetter vor dem Rathaus und warteten gemeinsam mit ihrem Vater sowie Guido und Conni Loheider auf die Narren. „Wir müssen reinkommen, die wollen die Süßigkeiten alleine essen“, erklärte Fiona das Prinzip des Rathaussturms.  

Freute sich, mit den Narren schnell ins Rathaus hinein gekommen zu sein: Florian Kreye, Präsident des Bissendorfer Karnevalvereins. Foto: Claudia Sarrazin


Aus dem Rathaus drangen Karnevalslieder nach draußen, Bürgermeister und die Garde stimmten sich ein. Bald darauf luden sie alle aufgrund des schlechten Wetters in die Eingangshalle des Rathauses ein. Als die Karnevalisten dort mit ihrem Spielmannszug und vielen Kindern einzogen, frotzelte der Präsident des Karnevalsvereins Bissendorf, Florian Kreye: „So einfach sind wir noch nie rein gekommen.“

Jedes Jahr eine andere Verkleidung: Beim Rathaussturm ging Bürgermeister Guido Halfter als GuidoPhone. Foto: Claudia Sarrazin

Der „zum Handy gewordene“ Bürgermeister „GuidoPhone 1“ alias Guido Halfter nahm es gelassen und freute sich stattdessen: „Endlich bin ich das, was ich seit Jahren ständig bei mir trage und so lieb gewonnen habe: ein voll funktionsfähiges Smartphone.“ Und er behauptete wacker: „Heute werde ich euch allen durch mein smartes Antlitz und meine smartphonelose gPhone-Wache den Zugang zu diesem digitalen Rathaus versperren.“ Er drohte, auch den Narren ihre Handys abzunehmen, und forderte: „Weichet von diesem Breitbandtempel.“ Seine Wache hielt sich derweil an einem Seil fest und versuchte, durch diese "Mauer" die Narren vom Bürgermeister fernzuhalten. Halfter rief den Narren zu: „Den verschwommenen Rand um eure Smartphones nennt man übrigens Leben. Lebt endlich wieder! Nehmt euch jetzt Zeit für eure Freunde.“ 

Beim Rathaussturm in Bissendorf drohte Karnevalsprinz Hermann-Josef Klein dem als Smartphone verkleideten Bürgermeister Guido Halfter, Verstärkung zu rufen - mit seinem Handy. Foto: Claudia Sarrazin

Der Karnevalsprinz Hermann-Josef Klein drohte schlagfertig, mit seinem Handy nach Unterstützung zu rufen. Doch als die Kinder den Narren voran mit der Gemeindewache kämpften, reichten deren Kräfte auch so. „Das war nicht schwer“, fand das Kinderprinzenpaar, Artur Kanz (9) und Marlena Brinkmann (9).


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN