Verfahren ist angelaufen Radweg an der L87 in Wulften: Erste Arbeiten zum Jahresende?

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Seit fünf Jahren endet der Radweg auf der Gemeindegrenze zwischen Belm und Bissendorf, nun soll er bis Wulften weitergebaut werden. Foto: Hermann PentermannSeit fünf Jahren endet der Radweg auf der Gemeindegrenze zwischen Belm und Bissendorf, nun soll er bis Wulften weitergebaut werden. Foto: Hermann Pentermann

Bissendorf. Das Planfeststellungsverfahren für den Bau eines Fuß- und Radwegs an der Landesstraße 87 im Bissendorfer Ortsteil Wulften ist angelaufen. Bis Mitte März soll nun die Gemeinde ihre Stellungnahme abgeben, erste vorbereitende Arbeiten könnten nach Auskunft der Verwaltung zum Jahresende beginnen.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStbV) habe im Januar beim Landkreis Osnabrück den Antrag auf Planfeststellung für den Neubau des Radweges entlang der Belmer Straße (L87) zwischen der Gemeindegrenze zu Belm und der Landesstraße 105 in Wulften eingereicht, teilte Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter mit. Der Gemeinde Bissendorf wurden die Antragsunterlagen demnach mit der Bitte um Stellungnahme bis zum 18. März überlassen.

Hauptbauarbeiten im Jahr 2020

Halfter zufolge könne mit einem Ende des Planfeststellungsverfahrens in circa sechs Monaten gerechnet werden. Wenn aus dem Verfahren keine Klagen anhängig würden und Landesmittel für den Radwegebau in diesem Jahr bereitgestellt würden, könne zum Jahresende mit den vorbereitenden Arbeiten für den Radwegebau begonnen werden, so Halfter. Die Hauptbauarbeiten könnten dann im Jahr 2020 erfolgen. 

Erörterungstermin am 15. Mai

Der Landkreis hatte Ende November auf Anfrage bereits den 15. Mai 2019 als Erörterungstermin für das Planfeststellungsverfahren angekündigt. Dieser Termin diene "der Aufklärung eingegangener Einwendungen und Stellungnahmen sowie der möglichen Einigung in strittigen Punkten", hatte Landkreissprecher Burkhard Riepenhoff seinerzeit erläutert.

Kein Platz für Fußgänger und Radfahrer

Zuvor hatten Anlieger der Belmer Straße zum wiederholten Mal auf einen baldigen Bau des Radweges gedrängt. "Schon unsere Eltern haben gehofft, dass wir einen Fuß- und Radweg bekommen, um sicher zur Schule zu kommen, inzwischen hoffen wir, dass unsere eigenen Kinder dort hergehen können", hieß es da beispielsweise. Die L87 ist schmal und hat keinen befestigten Seitenstreifen; wenn sich hier zwei Autos bei Tempo 70 oder mehr begegnen, ist für Fußgänger und Radfahrer kein Platz mehr.

Vorhaben an zweiter Stelle

Dass der Radweg kommen wird, ist dabei so gut wie sicher - sie Frage war bislang nur, wann. Im „Radwegekonzept 2016“ des Landes Niedersachsen steht er unter den Vorhaben im Landkreis Osnabrück an zweiter Stelle. Fest steht auch, dass das Land die Baukosten zu 100 Prozent tragen wird: Bissendorf hatte auf eigene Kosten eine rund 20.000 Euro teure Vorentwurfsplanung durchführen lassen, dafür muss die Gemeinde für den Radweg selbst nun nichts mehr zahlen.


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