Weg damit Tatkräftige Truppen sammeln in Bissendorf Weihnachtsbäume ein

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Gut gelaunt sammelte der Trupp von Hermann-Josef Kampmeyer (zweiter von links) unter anderem am „Jeggener Eck“ die ausgedienten Christbäume ein. Foto: Johanna KollorzGut gelaunt sammelte der Trupp von Hermann-Josef Kampmeyer (zweiter von links) unter anderem am „Jeggener Eck“ die ausgedienten Christbäume ein. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. Samstagmorgen, es ist nebelig, nass und einfach nur ungemütlich. Doch es hilft nichts. Getreu dem Motto „Ohne Fleiß kein Preis“ machten sich die Freiwilligen des Jugendrotkreuz (JRK) und der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) auf die Socken, um die Bewohner mehrerer Bissendorfer Ortsteile gegen Spenden von ihren ausgedienten Weihnachtsbäumen zu befreien.

Der Start für die Tannenbaumaktion des JRK erfolgte wie jedes Jahr am DRK-Zentrum in Schledehausen. Ausgestattet mit Lunchpaketen setzten sich die Jugendlichen unterstützt von mehreren Erwachsenen des DRK-Ortsvereins (am Lenkrad der Schlepper: Marcel Wellner und Friedel Ochterbeck) in Richtung verschiedener Straßenzüge in Bewegung.

Beim Start am DRK-Zentrum in Schledehausen dämmerte es. Bereits hier wurden erste Tannen auf die Ladefläche gehievt. Foto: Johanna Kollorz

2 Euro Spende pro abgeholtem Baum in Schledehausen

Erstmals starteten die rund 20 Freiwilligen etwas später als sonst. Als jüngste Helfer waren Maximilian und Thore (beide 8) sowie Hannes (10) dabei. „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es wenig Sinn macht früher anzufangen. Viele Bäume liegen um 8 Uhr noch nicht an der Straße, so dass es manche Strecke mehrfach abzufahren galt“, berichteten die Gruppenleiterinnen Michaela Meltebrink und Marlene Niemann.

Gute Laune trotz schlechtem Wetter: Kai Wibbeler und Jan Wiele vom DRK inmitten einer ersten Hängerladung Nadelbäume. Foto: Johanna Kollorz


Zwei Euro Spende pro ausgedientem Baum waren vom JRK vorgegeben und wurden mit Kabelbindern, Geschenkband oder breiten Schleifen am Astwerk befestigt. Oftmals befand sich in den Briefumschlägen und Tüten etwas mehr Geld oder zusätzlich ein paar Süßigkeiten. Manchmal fehlte das Geld gänzlich. Die Bäume nahm das JRK dennoch mit und hofft in diesen Fällen auf eine nachträgliche Spende.

Beim Abgrasen der Straßenzüge in Schledehausen kamen Samstagvormittag acht Hängerladungen ausgedienter Weihnachtsbäume zusammen. Foto: Johanna Kollorz


KAB sammelte in Bissendorf, Natbergen und Wissingen

In Bissendorf, Natbergen und Wissingen machten sich Samstagmorgen auch die Mitglieder der KAB ab 9 Uhr dick eingemummelt auf den Weg, um alte Weihnachtsbäume einzusammeln. Die Abholung erfolgte hier nach vorheriger Anmeldung per Mail oder Telefon bei Hans-Jürgen Gent gegen eine freiwillige Spende. Gent hockte bereits Freitagabend über seinen Listen, um die 25 fleißigen Helfer (vier Trecker-Trupps plus ein Duo mit privatem PKW und Anhänger) auf das gesamte Sammelgebiet aufzuteilen.

„Es ist ´ne Menge Arbeit, aber wir freuen uns über die Spenden, von denen ein Teil wie jedes Jahr dem Weltnotwerk der KAB zufließt“, betonte der Koordinator. „Ebenso freuen wir uns über das tolle Verhältnis der Konfessionen in Bissendorf. Während wir in den letzten Jahren mit der Tannenbaumaktion die Anschaffung der neuen Glocken der Evangelischen Kirche unterstützt haben, hat uns der Posaunenchor Achelriede vor kurzem ebenfalls eine Spende von seinem Adventskonzert für die Generalüberholung der Orgel in St. Dionysius überwiesen.“

Tannenbaumweitwurf auf dem Grünabfallsammelplatz Jeggen

Während die Bäume des JRK bei hoffentlich etwas freundlicheren Temperaturen traditionsgemäß auf dem Osterfeuer der Freiwilligen Feuerwehr Schledehausen wieder zu finden sein werden und damit quasi eine Brücke zwischen den beiden höchsten Festen des Kirchenjahres schlagen, wurden die von der KAB eingesammelten Nadelbäume fachgerecht auf dem Grünabfallsammelplatz in Jeggen entsorgt.

Ausreichend Armkraft erforderte der „Tannenbaumweitwurf“ der freiwilligen Helfer der KAB auf dem Grünabfallsammelplatz in Jeggen. Foto: Johanna Kollorz


Dort munterte AWIGO-Mitarbeiter Manfred Gawylcyk mit der Forke in der Hand zwei Kundinnen auf: „Tannenbaumweitwurf, können Sie das nicht?“ Gegen halb elf trafen hier mit Torben Sommer, Iwo Gernemann, Marie Hürkamp, Annabel Grove und Alexander Kursawe die erste Gruppe die Pfarrjugendlichen ein. Auf ihrer Tour durch die Siedlungen Rosenmühlenbach und Achelriede (koordiniert von Rudi Streuke) warfen sie eine erste Hängerladung mit 61 Bäumen ab.

Die Pfarrjugendlichen Iwo Gernemann, Annabel Grove, Torben Sommer und Marie Hürkamp beim Abladen in Jeggen auf dem Hänger. Foto: Johanna Kollorz


Wenig später tat es ihnen die gut gelaunte KAB-Truppe von Josef Kampmeyer nach, welche unter anderem an der Straße „Jeggener Eck“ und im Baugebiet Wissingen unterwegs war. „Wir danken der Awigo für die Unterstützung der Aktion, indem sie uns die kostenlose Annahme der Bäume auf dem Grünabfallsammelplatz gestattet“, betonte Hans-Jürgen Gent. Gegen Mittag klang die Tannenbaumaktion der KAB, die auch von evangelischen Helfern unterstützt wurde, mit einer Stärkung im Pfarrheim aus.


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