Umstrittene Baugebiete Gewerbegebiet "Natberger Feld" ist beschlossene Sache

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Östlich der Lüstringer Straße (oben im Bild) soll das Gewerbegebiet Natberger Feld entstehen. Foto: Archiv/Gert WestdörpÖstlich der Lüstringer Straße (oben im Bild) soll das Gewerbegebiet Natberger Feld entstehen. Foto: Archiv/Gert Westdörp

Bissendorf. Für zwei umstrittene Baugebiete erteilten die Bürgervertreter in der jüngsten Ratssitzung die Genehmigung: In Wissingen-Nord entsteht ein Wohnbaugebiet, im Natberger Feld ein Gewerbegebiet.

Für die Gewerbeflächen „Natberger Feld“ stimmte eine Mehrheit der Ratsvertreter (20 Ja-Stimmen), dagegen waren die Grünen und einer von zwei UWB-Ratsherren. Der andere enthielt sich.

Zu hohe Quadratmeterpreise?

Claus Kanke (Grüne) begründete die Ablehnung: Erholungsbedarf, Wasserschutz und die Landwirtschaft sprächen zum einen gegen das Gewerbegebiet. Zu bedenken gab Kanke auch den erhofften Quadratmeterpreis, der auf 50 Euro beziffert werde. Andere Gemeinden vermarkteten ihre Flächen zu niedrigeren Kosten.

Wolfgang Haucap (CDU), selbst Natberger, betonte, dass für ihn die Bürgerbefragung bindend sei. Er distanzierte sich von Manipulationsvorwürfen, die auf der Internetseite der Bürgerinitiative Schönes Natbergen erhoben werden. Der Christdemokrat bat ausdrücklich, die Wünsche der Natberger bei der künftigen Gestaltung mit einfließen zu lassen. Ebenso sollte man dem einzigen noch ortsansässigen Landwirt Unterstützung in Form „aktiver Existenzsicherung“ zukommen lassen. Bürgermeister Guido Halfter (parteilos) bot der Landwirtsfamilie an, über deren Zukunftsplanung zu sprechen.

120 Baugrundstücke

Nach fünf Jahren Beratung stimmten die Ratsmitglieder einhellig für die Bebauung einer gut 18 Hektar großen Fläche nordwestlich des Wissinger Ortskerns. Genutzt wird der Platz für voraussichtlich 120 Baugrundstücke. Möglich sind zwölf Grundstücke für Mehrfamilienhäuser mit vier bis acht Wohneinheiten sowie Ein- bis Zweifamilienhäuser oder Reihenhäuser.

Lange wurde in den Ausschüssen über das Thema Oberflächen- und Grundwasser im neuen Baugebiet diskutiert. Klar sei schließlich gewesen, dass die Fläche zwischen 70 und 120 Zentimeter angehoben werde und es keine „gravierenden Nachteile“ für Alteigentümer geben dürfe, fasste Dirk Göcke (SPD) die Debatte zusammen.


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