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Kleines Dorf ganz groß 13. Weihnachtsmarkt in Holte verzaubert die Besucher

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Ein fester Treffpunkt auf dem Holter Weihnachtsmarkt war wieder der große Kessel mit Feuerzangenbowle an der Stirnseite der altehrwürdigen St. Urban-Kirche. Foto: Johanna KollorzEin fester Treffpunkt auf dem Holter Weihnachtsmarkt war wieder der große Kessel mit Feuerzangenbowle an der Stirnseite der altehrwürdigen St. Urban-Kirche. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. Wer am dritten Adventswochenende den Holter Weihnachtsmarkt besuchte, wähnte sich wieder in einer einzigartigen, stimmungsvollen Atmosphäre. Um die Besucher zum großen Budenzauber im kleinen Dorf auf dem Berg zu transportieren, waren zwei Tage lang vier Busse im Einsatz.

Eröffnet wurde der Holter Weihnachtsmarkt am großen roten Vorhang. Gewohnt wortgewandt hob Bürgermeister Guido Halfter das große Engagement des ehrenamtlichen Organisations-Teams hervor. Ortsvorsteher Gustav Niehaus fasste sich kurz, bevor festliche Posaunenklänge und der Gesang des MGV Fidelitas Holte erklangen, die auch an Pastorin Astrid Bunselmeyer und Sangesbruder Manfred Wallenhorst gerichtet waren, die kurz vor und während des Holter Weihnachtsmarktes ihren Geburtstag feierten.

Bruder Tack gab den Besuchern weise Worte mit auf den Weg. Foto: André Havergo


Beim Rundgang um die altehrwürdige St. Urban-Kirche trafen die Besucher auf einen Mann, der hier schon zum Inventar gehört: Am offenen Feuer vor den alten Grabplatten gab Mittelalter-Darsteller „Bruder Tack“ Jung und Alt auf Wunsch den richtigen Rat mit auf den Weg. „Es macht mir viel Freude, die Leute für ein paar Minuten aus dem Alltag herauszuholen. Besonders auf die Kinder hat das bleibenden Eindruck und ist viel besser als irgend so ein Flimmerkasten“, findet der beleibte Mönch.

Trompeten- und Posaunenklänge für die Einstimmung auf den Holter Weihnachtsmarkt. Foto: André Havergo


Am Stand der Nemdener konnten die Jüngsten beim Kauf eines warmen Kakaos am Glücksrad drehen und dabei eine Kleinigkeit gewinnen. Zur Erinnerung an die gelungene 950-Jahr-Feier waren hier auf Initiative von Hartmut Peuker, Tino Niemann und Sabine Strathenke ein dickes Fotobuch und eine DVD mit allen Aufnahmen, Festreden, Auftritten der Künstler und Medienberichten zu erstehen.

Ein Glühwein gegen die Kälte. Foto: André Havergo


Hausgemachte Schlemmereien – in vielen Hütten duftete und dampfte es verführerisch – waren ebenso gut vertreten wie viele handgefertigte Waren aus Holz, Metall, Textil oder Glas. Das Ehepaar Buschmeyer aus Voxtrup etwa zog nach dem Kauf zweier liebevoll bemalter Eichhörnchenstecker für den Vorgarten zufrieden weiter.

Dampfende Genüsse bereiteten die Holter für ihre Gäste zu. Foto: André Havergo


Eine Premiere im Dunkeln feierte die mobile Dorfschmiede des Heimat- und Wandervereins Bissendorf. Stimmungsvoll durch alte Petroleumlampen und große Fackeln mit paraffingetränkten Klopapierrollen erhellt, luden die Betreuer Thomas, Peter, Jürgen und Wolfgang die Kinder zum Schmieden eines eigenen Nagels ein und stellten handgefertigte Damaszenermesser für Küche und Outdoor aus.

Die Kleinsten kamen durch die erstmalige Teilnahme des Heimat- und Wanderverein Bissendorf am stimmungsvollen Geschehen beim Schmieden eines eigenen Nagels auf ihre Kosten. Foto: Svenja Klein


Ein gemütliches Bild bot sich auch am Verkaufsstand des Vereins: Zwischen allerlei Selbstgestricktem, Schwarzbrot und Schmalz und Süßaufstrichen wurde erstmals eine von Karin Ruthemann-Bendel layoutete und von Beate Pott gestaltete „Wimmel-Postkarte“ zum Holter Weihnachtsmarkt angeboten.

Im Schatten der Kirche. Foto: André Havergo


Am Stand „Handball ohne Grenzen“ – ein Förderverein des TV Bissendorf-Holte zur Finanzierung sportlicher Aktivitäten im Jugendbereich – ließen sich die Besucher „Ritterblut“, „Beschwipste Ritter“ und andere wärmende Getränke munden. Auch der FC Bissendorf engagierte sich in seiner Bude traditionell für die Jugendarbeit.

Fachmann mit Zusatzqualifikation. Foto: André Havergo


Bei den gemeinsam mit Jung und Alt angestimmten Weihnachtsliedern der historisch kostümierten Holter Burgwache durften „Tochter Zion“, „Jingle Bells“ und „Wandern durch den weißen Winterwald“ nicht fehlen. „Dietmar, hesse noch ´n Heft?“, fragte eine dazukommende Besucherin und trällerte alsbald fröhlich mit.

Die Sänger der Holter Burgwache luden die Besucher zum fröhlichen Gesang vieler altbekannter Weihnachtslieder ein. Foto: Johanna Kollorz


„Oh, ist das schön kuschelig hier“, riefen Erika Roese und Dietlinde Bösemeyer aus Hollage beim Betreten des bunt illuminierten Pfarrgartens. Neben warmem Apfelpunsch vom eigenen Baum wurden an diesem Ort der Ruhe auch Kunstdrucke und Kleingrafiken des Osnabrücker Künstlers Reinhard Klink ausgestellt.

Als stimmungsvoll illuminierter Ort der Ruhe präsentierte sich auch der Pfarrgarten in Holte. Foto: Johanna Kollorz


Am Sonntag wurde der weiche Teppich aus liebevoll verteilten Hackschnitzeln um die Holter Kirche von weißen Schneeflocken bedeckt. An diesem Tag stand nach dem Gottesdienst mit Lektor Rainer Scheidemann und einem kleinen Benefizkonzert der Kinder- und Jugendkapelle der Blaskapelle Bissendorf-Holte zugunsten der Helder Camera Brasilienpartnerschaft auch die traditionelle Cafeteria im Gemeindehaus im Mittelpunkt des glanzvollen Geschehens.


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