Baguettes gegen Croissants „France Mobil“ stoppt an der Oberschule am Sonnensee

Von Johanna Kollorz

Spielerisch widmeten sich die „France Mobil“-Lektoren Alexia Gonzales und Maxim Ruelleu mit den Schülern der Oberschule am Sonnensee der französischen Sprache. Foto: Johanna KollorzSpielerisch widmeten sich die „France Mobil“-Lektoren Alexia Gonzales und Maxim Ruelleu mit den Schülern der Oberschule am Sonnensee der französischen Sprache. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. Mit einem fröhlichen „Bonjour“ begrüßte Alexia Gonzales (23) die Mädchen und Jungen der Oberschule am Sonnensee in Bissendorf. Gemeinsam mit Maxime Ruelleu (26), einem weiteren Lektor des „France Mobil“ aus Düsseldorf, kamen vier Schülergruppen verschiedener Jahrgänge und Leistungsniveaus spielerisch in den Dialog mit den französisch sprechenden Besuchern.

Den Auftakt der ersten 45-Minuten-Einheit machte die Französisch-Gruppe der 7. Klasse des Realschulzweiges. Anfangs noch recht zögerlich, später sichtlich selbstbewusster, ließen sich die zwölf Schüler auf das ein, was die Besucher im Folgenden mit ihnen vor hatten.

Beim ersten Spiel galt es für die Mädchen und Jungen, je nach gewürfelter Augenzahl verschiedene Informationen von sich preiszugeben (darunter ihren Name, ihr Alter, ihren Wohnort, Anzahl und Geschlecht eventueller Geschwister und etwas, das sie lieben).

Alle Angaben „en Français!“

Raphael und Angelina ereilte direkt nacheinander das Los, nach dem Stopp der mitlaufenden Musik die Zahl Sechs zu würfeln. Das bedeutete „Bingo“ und somit alle Angaben auf einmal machen zu müssen – natürlich „en Français!“. Sie beide und weitere Schüler meisterten diese Aufgabe jedoch sehr gut.

Anschließend wurden die Schüler in zwei Teams aufgeteilt. Von den France-Mobil-Lektoren auf lustig-lockere Art und Weise auf den folgenden Wettkampf eingeschworen, kämpften bald darauf die Baguettes unerbittlich gegen die Croissants. Nach dem Prinzip „Stille Post“ galt es, vorne an die Tafel zu sprinten und die dort aufgemalten Begriffe zu erraten. Bei der Schokolade, Gitarre, Banane und dem Telefon klappte das gut – beim Salat leider nicht.

Hörverständnis und Schnelligkeit gefragt

Im anschließenden Spiel wurden die Schüler mit französischer Musik konfrontiert. Während die „Chansons“ liefen, mussten sie Karten ergattern, die in der Mitte des Stuhlkreises lagen und eine Abbildung zeigten, die im Lied besungen wurde. Unter großem Körpereinsatz erkämpften sich die Baguettes schließlich einen Endstand von 18:6 Punkten.

Zum Schluss der jeweiligen Stunde blieb noch etwas Zeit für Fragen – zum Beispiel nach der Regelung der Ferien in Frankreich und der Dauer der Unterrichtsstunden. „Ihr lernt jetzt seit einem Jahr Französisch und versteht und sprecht dafür schon so viel, dass es locker für 40 Minuten Verständigung reicht“, lobte Alexia Gonzales auf Deutsch.

Dem konnten sich Französisch-Lehrerin Ann-Kathrin Westerhoff und Referendarin Stefanie Gille, die die Schülergruppen während der „France Mobil“-Stunden begleiteten, nur beipflichten.

Zeit für offene Fragen und weitere Information

Insgesamt kamen 67 Schüler aus Jahrgang sechs und sieben des Gymnasial- und Realschulzweiges der Oberschule in den Genuss des seltenen Besuchs. Sie alle konnten sich zum Schluss der besonderen Französisch-Stunde Buttons, Postkarten oder Broschüren des Deutsch-Französischen Jugendwerks mitnehmen, dem auch das „France Mobil“ angehört.


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