Abschluss für Geschäftsjahr 2017 Bissendorfer Wasserwerk macht leichte Verluste

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Es läuft ein bisschen schlechter: Das Bissendorfer Wasserwerk machte 2017 einen Jahresverlust von 14.987,44 Euro. Symbolfoto: dpa/Lino MirgelerEs läuft ein bisschen schlechter: Das Bissendorfer Wasserwerk machte 2017 einen Jahresverlust von 14.987,44 Euro. Symbolfoto: dpa/Lino Mirgeler

Bissendorf. Im Fokus des Bissendorfer Werks-, Klimaschutz- und Umweltausschusses stand das Wasserwerk der Gemeinde. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Intecon zeichnete für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2017 verantwortlich. Prüfungsleiter Sven Spreckelmeier stellte die Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung vor.

Die Bilanzsumme hat sich demnach positiv von 3,5 Millionen Euro in 2016 zu 3,8 Millionen Euro in 2017 entwickelt. Das Eigenkapital (1,18 Millionen Euro) liegt mit 31,18 Prozent in der empfohlenen Norm. Bei den Sachanlagen ergibt sich ein Plus von 172000 Euro auf insgesamt 3,2 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 540000 Euro. Es seien wesentlich mehr Kubikmeter Wasser abgerechnet worden als im Vorjahr. Während in 2016 rund 30000 Euro Gewinn erzielt wurden, verzeichnete das Wasserwerk 2017 dennoch einen Jahresverlust von 14987,44 Euro. Diesen führte Spreckelmeier vorrangig auf die kostenintensive Instandhaltung des Rohrnetzes zurück. Der Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen, um diese mit zukünftigen Gewinnen auszugleichen. Sowohl die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als auch das Rechnungsprüfungsamt erteilten ihr uneingeschränktes Testat. Die Betriebsleitung wurde entlastet und der Jahresabschluss des Eigenbetriebs Wasserwerk für 2017 vom Ausschuss einstimmig beschlossen.

Lob für gute Dokumentation

Spreckelmeier lobte die vorbildliche Vorleistung von Sachbearbeiterin Elisabeth Nolte, die den Haushalt „sehr gut dokumentiert“ habe. Auch die Prüfungsfelder Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung, Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und das Risikofrüherkennungssystem, das unter anderem die mittelfristige Finanzplanung und Meldeketten prüft, seien vorbildlich.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde eine Änderung der bisherigen Betriebssatzung des Wasserwerks. Die neue Satzung tritt zum 1. November in Kraft und regelt, dass die Geschäftsführung automatisiert gleichberechtigt einem kaufmännischen (Fachdienstleiter 2 Finanzen) und einem technischen Leiter (Fachdienstleiter 4 Planen und Bauen) obliegt.

Kämmerer Middelberg verlässt die Gemeinde

Kämmerer Andre Middelberg, der das letzte Mal in seiner Position als Geschäftsführer des Wasserwerks an der Ausschusssitzung teilnahm, regelte so seine Nachfolge. Mit der Satzungsänderung habe er „eine vereinfachte Lösung für personelle Umstrukturierungen in der Zukunft“ auf den Weg gebracht, wie Middelberg sagte. Denn er verlasse die Gemeinde, weil er aus persönlichen Gründen seinen Lebensmittelpunkt in eine andere Region verlege. Er bedankte sich für die „stets gute Zusammenarbeit mit dem Ausschuss“. Auch Stefan Heckmann, Vorsitzender des Ausschusses, nutzte die Gelegenheit, um seinen Dank für Middelbergs Leistungen auszudrücken.


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