Reisebericht: Mit dem Rad nach Paris Rückblick und Ehrungen; Versammlung der KFD St. Dionysius Bissendorf

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Mit Blumensträußen und Urkunden dankte das Vorstandsteam der KFD St. Dionysius den drei anwesenden Jubilarinnen für 50 Jahre Mitgliedschaft (von links: Irene Diestel-Kemper, Christa Kubitz und Irmgard Hügelmeyer. Foto: Monika VollmerMit Blumensträußen und Urkunden dankte das Vorstandsteam der KFD St. Dionysius den drei anwesenden Jubilarinnen für 50 Jahre Mitgliedschaft (von links: Irene Diestel-Kemper, Christa Kubitz und Irmgard Hügelmeyer. Foto: Monika Vollmer

Bissendorf. Der Verband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) setzt sich für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen unseres Planeten ein. Die Welt als Lebensraum für alle zu sehen ist auch für die KFD- Frauen der St. Dionysius Gemeinde ein Thema. Neben Andacht, Rückblick und Ehrungen auf der Jahresversammlung im Gasthaus Stumpe hat Hildegard Schulte (51) die Veranstaltung mit einem Erlebnisbericht über ihr Sabbatjahr bereichert.


Knappe 3000 Kilometer auf dem Fahrradsattel – von Bissendorf nach Paris und wieder zurück. Drei Monate nach ihrer Rückkehr berichtete Hildegard Schulte auf der Hauptversammlung über ihre Motivation, die unterwegs erfahrene Anerkennung und wie diese Reise sie verändert hat. „Auf die Zeit gerechnet ist das gar nicht so derbe sportlich. 50 Kilometer am Tag kann jeder schaffen, wenn er sonst nichts zu tun hat“, verkündete Schulte und erzählte von dem Mittwoch nach Ostern als sie sich alleine auf ihr mit Taschen behängtes rotes Rad setzte und los strampelte. Motivation war das von ihr selbst gewählte Sabbatjahr. Der hebräische Wortursprung „sabat“ bedeutet soviel wie innehalten und bezeichnete ursprünglich ein Gebot aus der Tora. Für Schulte war es im übertragenen neuzeitlichen Sinn eine Auszeit von Anfang April bis Mitte Juni, die sie nutzte, um die Wirkungsstätte der französischen Schriftstellerin und katholischen Mystikerin Madeleine Delbrêl in Irvy nahe Paris zu besuchen. 

Hildegard Schulte berichtet über die Erfahrungen ihres Sabbatjahres. Foto: Monika Vollmer

Zahlreiche spontane Abstecher bedeuteten ungewollte Höhenmeter, Umwege und oft auch Irrwege. „Doch Begegnungen machen eine Reise erst schön. Das bewahrheitete sich jeden Tag“, sagte Schulte und ergänzte „es gibt immer einen Weg.“ Heute freut sie sich über die Erlebnisse aber auch darauf, wieder zu Hause zu sein. „Es ist so schön, ein Zuhause zu haben, wo sich Menschen freuen, wenn man da ist“.

Eine Andacht, die Jahresbilanz und die Ehrung der anwesenden Jubilare Christa Kubitz, Irene Diestel-Kemper und Irmgard Hügelmeyer zu 50 Jahren Mitgliedschaft waren dem Erlebnisbericht vorausgegangen. Maria Kampmeyer vom Vorstandsteam ließ nicht nur das Jahr Revue passieren, sie sprach auch von der Gratwanderung, für viele Generationen immer etwas Passendes anzubieten.

Der Gottesdienst „Ma(h)lzeit für Gott und die Welt“ warf einen Rückblick auf die Anfänge der KFD, aber auch ein Blick auf die Fragen: „Wo geht es hin? Was macht Sinn?“. Jetzt und heute sei vieles von dem Elan noch da und für die Anwesenden ist es selbstverständlich, sich in das Leben der KFD einzubringen: Ob mit Kranken- und Geburtstagsbesuchen, der Begleitung von Menschen, die schwere Stunden erleben, oder mit Gottesdiensten und diversen Veranstaltungen. Wesentlich dabei sei immer: Das Wort, was Mut mache. Die Hoffnung, dass alles gut werde. Und der Segen, der weitergehen lässt, auch wenn die Zukunft ungewiss ist.


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