Nach Renovierungsarbeiten Neue Räume zum Leben: Gemeindefest am Gemeindehaus Achelriede

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Letzte Vorbereitungen für das Gemeindefest: Reinhard Langenberg, Eva Michel und Dietrich Kunde vom Kirchenvorstand sowie Pastor Christoph Schnare (von links) im sanierten Gemeindehaus in Bissendorf.  Foto: Nancy KnäuperLetzte Vorbereitungen für das Gemeindefest: Reinhard Langenberg, Eva Michel und Dietrich Kunde vom Kirchenvorstand sowie Pastor Christoph Schnare (von links) im sanierten Gemeindehaus in Bissendorf. Foto: Nancy Knäuper

Bissendorf. Das Gemeindehaus der Achelrieder Kirchengemeinde soll nach Renovierungsarbeiten mit einem Gemeindefest am Sonntag wieder offiziell in Betrieb genommen werden.

Mehr als 225.000 Euro und rund neun Monate Bauzeit waren notwendig, um das Gemeindehaus wieder auf einen modernen Stand zu bringen und zukunftsfähig für die nächsten Generationen zu machen. Unter dem Motto "Räume zum Leben" möchte die Kirchengemeinde das Haus mit einem Open-Air-Gottesdienst im Pfarrgarten sowie einem anschließenden Gemeindefest am kommenden Sonntag, 2. September, wieder offiziell in Betrieb nehmen.

Die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen waren notwendig, um das Gemeindehaus vor der Schließung zu bewahren. Bei der Brandschutzbegehung des Landkreises im Herbst 2013 wurde festgestellt, dass das Gebäude die Sicherheitsvorschriften nicht erfüllt. Es bestand zum Beispiel erhöhte Gefahr durch die mit Stroh verkleideten Zwischendecken des Gebäudes. Eine Schließung des Gebäudes kam für den Kirchenvorstand jedoch nicht in Frage. "Jede Woche nutzen zwischen 250 und 300 Mitglieder der Gemeinde das Gebäude, darunter Frauengruppen, der Posaunenchor, der Seniorenkreis, unser Gospelchor oder die Kinderkirche", so Pastor Christoph Schnare. "Die Gemeinde braucht das Haus."

Finanzierung durch Kirchenkreis und Gemeinde

Mit der Entscheidung für die Erhaltung des Gebäudes musste nach einer ersten Kostenschätzung, die bereits 2014 erfolgte, nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht werden. Es erfolgte ein Antrag beim Kirchenkreis, doch die Hälfte der Kosten von mehr als 225.000 Euro musste durch die Gemeinde selbst geleistet werden. Um diesen Anteil aufbringen zu können, hat die Achelrieder Kirchengemeinde das Küsterhaus, das von der Heilpädagogischen Hilfe genutzt wird, an die Dr.-Schröder-Stiftung verkauft. 

Der Entwurf für die Umgestaltung stammt vom Amt für Bau und Kunstpflege. "Die Architekten hatten den Auftrag, ein zukunftsfähiges Konzept für das Gemeindehaus zu erstellen, so dass es auch in den nächsten Jahrzehnten noch genutzt werden kann", erläutert Dietrich Kunden vom Bauausschuss der Gemeinde, der als Bauvorsteher das ganze Vorhaben mit koordiniert hat. Es gab nicht nur Sanierungsmaßnahmen wie neue Zwischendecken, die den aktuellen Brandschutzvorgaben entsprechen, eine neue Brennwertheizung, LED-Beleuchtung und moderne elektrische Anlagen, sondern auch funktionale Veränderungen des Gebäudes. Das zweite Treppenhaus im Inneren des Hauses wurde komplett entfernt und ist einem großzügigen Flur mit Stellmöglichkeiten gewichen. Auch neue sanitäre Anlagen für die Mitarbeiter sind hinzu gekommen. Da das obere Geschoss aufgrund des Mangels an Fluchtwegen nicht mehr öffentlich genutzt werden darf, ist dort eine zweite Wohnung entstanden. Optisch hat sich das Gebäude ebenfalls verändert. An einigen Stellen wurde das Fachwerk freigelegt, so dass der alte Charme des alten Bauernhauses aus dem 18. Jahrhundert wieder durchkommt. Die Tapeten sind außerdem einem atmungsaktiven Putz gewichen. 


Gebäude mit Charme: Im Besprechungsraum wurde das Mauerwerk freigelegt.


 Bei der Inneneinrichtung haben die Frauen der Kirchengemeinde mitgewirkt, allen voran Eva Michel. Außerdem wurde die Gelegenheit genutzt, um die Außenanlagen umzugestalten. Die Terrasse wurde erweitert und das Gebäude erhielt zwei barrierefreie Zugänge. Mit dem Ergebnis sind die Mitglieder des Kirchenvorstandes sehr zufrieden, vor allem weil die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten so gut funktioniert hat. Seit Juni kann es wieder von der Gemeinde für ganz unterschiedliche Zwecke genutzt werden. "Das Gemeindehaus ist ein offenes Haus, dass nicht nur Kirchenzwecken dient, sondern auch ein Treffpunkt für ganz unterschiedliche Menschen ist", betont Schnare.

Gemeindefest mit Open-Air-Gottesdienst

Beim Gemeindefest am kommenden Sonntag haben alle die Gelegenheit, sich die neuen Räume anzuschauen. Los geht es um 10.30 Uhr mit einem Open-Air-Gottesdienst im Pfarrgarten, bei dem unter anderem auch der Posaunenchor, der Gospelchor Shine und die Kinder der Kita Achelriede mitwirken werden. Im Anschluss gibt es einen musikalischen Frühschoppen mit dem Posaunenchor sowie ein Kinderprogramm mit Spiel- und Bewegungsangeboten, einem Kasperletheater und einem Schokoladenbrunnen. Ein Mittagstisch und Kaffee und Kuchen ab 14 Uhr sorgen dafür, dass die Besucher nicht hungern müssen. Bei hoffentlich gutem Wetter sind die Gäste bis in die Abendstunden willkommen, um die neuen Räume mit Leben zu füllen.


  


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