Fachtagung und bunter Nachmittag AWO am Werscherberg begeht Jubiläum

Von Andreas Wenk

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Ihr 40-jähriges Bestehen feierte die AWO am Werscherberg mit Dr. Sabrina Hoops (Deutsches Jugendinstitut, München), Hanna Cyrus-Brehme (Leiterin der Heilpädagogisch Therapeutischen Einrichtung Werscherberg), Rolf-Peter Jacobs, (Schulleiter Werscherbergschule), Prof. Menno Baumann, (Universität Oldenburg), Bürgermeister Guido Halfter, Ute Holtermann, (Einrichtungsleiterin Werscherbergschule), Friedhelm Merkentrup (stv. Vorsitzender Awo Weser-Ems), Dr. Lothar Knippert ( stv. Vorsitzender Awo Weser-Ems) und Dr. Harald Groth, (Vorsitzender Awo Weser-Ems). Foto: Andreas WenkIhr 40-jähriges Bestehen feierte die AWO am Werscherberg mit Dr. Sabrina Hoops (Deutsches Jugendinstitut, München), Hanna Cyrus-Brehme (Leiterin der Heilpädagogisch Therapeutischen Einrichtung Werscherberg), Rolf-Peter Jacobs, (Schulleiter Werscherbergschule), Prof. Menno Baumann, (Universität Oldenburg), Bürgermeister Guido Halfter, Ute Holtermann, (Einrichtungsleiterin Werscherbergschule), Friedhelm Merkentrup (stv. Vorsitzender Awo Weser-Ems), Dr. Lothar Knippert ( stv. Vorsitzender Awo Weser-Ems) und Dr. Harald Groth, (Vorsitzender Awo Weser-Ems). Foto: Andreas Wenk

Bissendorf. Mit einem umfangreichen Programm haben die Heilpädagogisch Therapeutische Einrichtung Werscherberg und die Werscherbergschule am Dienstag ihr 40jähriges Jubiläum gefeiert.

Nach einem kurzen Empfang mit anschließender Fachtagung ging es anschließend mit einem bunten Nachmittag für Kinder- und Jugendliche weiter. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich neben Bürgermeister Guido Halfter, Jürgen Rath-Groneick von der Landesschulbehörde auch Harald Groth, Vorstand der AWO Weser-Ems, sowie seine Stellvertreter Lothar Knippert und Friedhelm Merkentrup.

Die weiteste Anreise hatte jedoch Referentin Sabrina Hoops vom Deutschen Jugendinstitut in München. Sie berichtete über die Entwicklung der Kooperation zwischen Polizei, Justiz und Jugendgerichtshilfe. Neben einem historischen Abriss stellte sie auch neue Ansätze wie Jugendrechtehäuser oder Fallkonferenzen vor. Die statistischen Angaben über Zufriedenheit und Erfolg unterschiedlicher Kooperationsformen betrafen die überwiegende Mehrheit im Publikum kaum. Das setzte sich fast ausschließlich auch Vertretern der praktischen Jugendhilfe zusammen. Einig waren sich jedoch Referentin und Zuhörer, dass eine Zusammenarbeit allein noch keinen Mehrwert drstelle und es stets gelte, das Interesse der betreffenden Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern im Blick zu behalten. Bedauern stellte Hoops fest, dass belastbares Zahlenmaterial zu diesem Aspekt bislang noch fehlt. Fazit ihrer Ausführungen: Die bestehenden Kooperationen werden zumindest von den Institutionen und deren Vertretern überwiegend positiv beurteilt, wenn auch unterschiedlich. Festzuhalten bleibe jedoch auch, dass Kooperationen Ressourcen benötigten. Außerdem sei es ein Ziel, Respekt vor der Professionalität aller Beteiligten zu wahren. In jedem Fall zu verhindern gelte es aber, unterschiedliche Aufgaben und Sichtweisen beizubehalten. Andernfalls drohe das Wohl der „Adressaten“, also der Kinder und Jugendlichen, durch eine Solidarisierung zu ihren Lasten verloren zu gehen. Außerdem verlangten sie klare Datenschutzregeln, insbesondere sofern Polizei und Justiz bei jugendlichen Straftätern eingebunden seien.

Sowohl Halfter als auch Groth hatten zuvor in ihren Grußworten den Mitarbeitern und Verantwortlichen der AWO am Werscherberg für ihr Engagement gedankt und vor allem dafür, stets das Wohl ihrer Schützlinge und ihrer Familien im Fokus zu haben. Groth betonte zugleich die Bedeutung sprachförderischer Angebote und attestierte dem Werscherberg, damit Geist und Anspruch der AWO bestens zu vertreten. Einrichtungsleiterin Uta Holtermann bedankte sich bei Gemeinde und den Verantwortlichen, dass sich die AWO am Werscherberg stets willkommen gefühlt habe. Das, so Halfter, beruhe auf Gegenseitigkeit. Auch Problemfälle hätten eine Chance verdient. „Das muss sich unsere Gesellschaft leisten. Das Geld dafür ist da.“ stellte er fest.


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