Feiern bis in die Nacht Ökumenisches Pfarrfest der namensgleichen Gemeinden in Schledehausen

Von Andreas Wenk


Bissendorf. Bis in den späten Abend haben Besucher, Veranstalter und Musiker beim gemeinsamen Pfarrfest durchgehalten. Ein richtig schönes „miteinander und umeinander kümmern“ zitiert Jutta Lier am Sonntag das Resümee einer ihrer Mitveranstalterinnen.

Bissendorf Selbst die Musiker Josef Kleine Kuhlmann, Gerd Hartwig und Elmar Wenk hatten bis zum Aufräumen mit ihrer Musik für gute Stimmung gesorgt.

Ökumeneausschuss

Bereits direkt nach dem Gottesdienst war der Kirchplatz gut gefüllt, denn die katholische St. Laurentius Kirche war voll besetzt gewesen. Schließlich hatten katholische und evangelische Kirchengemeinde zu Pfarrfest und Gottesdienst aufgerufen. Bislang hatten die Gemeinden getrennt gefeiert. Mittlerweile heißt es „Gemeinsam sind wir stark“ und Vertreter beider Konfessionen haben einen Ökumeneausschuss Schledehausen“ ins Leben gerufen. „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen, miteinander umzugehen.“

Vier Gruppen singen

Der Refrain des ersten Liedes im Gottesdienst erschien wie die Begleitmusik zu einem programmatischen Manifest. Neben Pastor Tobias Platzwald und der katholischen Gemeindereferentin Hildegard Schule in Vertretung von Pfarrer Joby Thomas hatten Anke Stock, Dagmar Morys-Andrees, Brigitte Niemann und Jutta Liehr sich die Gestaltung des Gottesdienstes geteilt und konnten dabei auf die Chöre Laurentius und Cantamus zurückgreifen.

Den stimmungsvollen Höhepunkt bildete der Kanon „Herr gib und Deinen Segen“, von beiden Gemeinden in vier Gruppen gesungen. Nicht weniger kraft- und klangvoll das musikalische Finale mit „Geh aus mein Herz und suche Freud.“

„Sich kümmern“

Zuvor hatte Pastor Tobias Platzwald über das Matthäus; Kapitel 6 „Vom Schätze sammeln und Sorgen“ gepredigt; wie er gestand, einen seiner Lieblingstexte. Er rief zu Gottvertrauen auf, statt sich durch lauter Sorgen gedanklich im Kreise und um sich selbst zu drehen. „Göttliche Liebe macht Kirche attraktiv“, rief Platzwald den Gottesdienstbesuchern zu. Statt sich zu sorgen, empfahl er das englische „to care“. Das soviel wie kümmern bedeute, wovon sich auch das Wort Caritas ableite. Beides beinhalte Hochachtung, Wertschätzung und Wohltätigkeit.

Projekt Südafrika

Auch wenn um eine Spende gebeten werde, entsprechend der Laurentius-Botschaft „Der Schatz der Kirche sind die Armen“ und dem Motto sich „miteinander und umeinander zu kümmern“, durfte sich laut Jutta Lier auch jedermann eingeladen fühlen, beim Kirchenfest mitzumachen. Schnell standen die Gottesdienstbesucher anschließend in kleinen Gruppen zusammen oder saßen an Tischen, um sich miteinander zu unterhalten. Doch nicht nur das: Auch Jürgen Kipsieker, der mit einem von Flamingos gesäumten Stand und einem Video auf den Bildungsfond aufmerksam machen wollte, konnte sich nicht über mangelndes Interesse beklagen. Für das Projekt in Südafrika war auch die Kollekte bestimmt.


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