Auf Hof Meyer zu Stockum Frühschoppen mit der Greenhouse Jazzband in Bissendorf

Von Andreas Wenk

Die Greenhouse Jazzband wurde 1997 in Melle gegründet und spielt seitdem in wechselnder Besetzung. Foto: Andreas WenkDie Greenhouse Jazzband wurde 1997 in Melle gegründet und spielt seitdem in wechselnder Besetzung. Foto: Andreas Wenk

Bissendorf. Die Greenhouse Jazzband aus Melle hat am Sonntag für einen kurzweiligen Vormittag beim Jazz-Frühschoppen des Kulturvereins Bissendorf (Kubiss) auf Hof Meyer zu Stockum gesorgt.

Auch wenn das Programm für das kommende Jahr noch nicht feststeht, der Jazzfrühschoppen auf dem Hof Meyer zu Stockum bleibt eine Konstante im Bissendorfer Kulturkalender, versicherte Kubiss-Vorstand Angelika Rothe am Rande der Veranstaltung. Diese hat sich mit rund 100 Besuchern am Sonntag einmal mehr bewährt, ebenso die Zusammenarbeit mit der „Greenhouse Jazzband“ aus Melle.

Tatsächlich hatten die sieben Musiker das Publikum bereits nach wenigen Akkorden im Griff. Schon beim zweiten Stück „Swing that Music“ erntete Oleg Schmidt, Gastspieler und Freund der Band, Zwischenapplaus. Schnell wippten Beine beim überwiegend mit der Gruppe ergrauten Publikum mit und Hände klopften im Takt auf die Oberschenkel. Nebenbei kamen Gespräche in Gang und spätestens nach der ersten kurzen Pause für die von trockenem Hals geplagten Bläser wurde fröhlich parliert, Nachbarschaft gepflegt und die unwiderstehliche Mischung aus Landhaus-Garten, Swing, Sonnenschein und kühlen Getränken entfaltete ihren Charme. Hinzu kam die Stimme von Posaunist Wilhelm Dieme, die mal rauchig klingt, mal seidig weich wie bei „Fly me to the moon“, je nach Stück und Stimmung. Einen der Höhepunkte bot Oleg Schmidt, als er nach der Pause kurz zur Querflöte griff. Abwechslungsreich auch Dietrich Beineckes Eigenkomposition „Boogie moag i“.

Hoher Swing-Anteil

So wie Bassist Detlef Siewior durch den Vormittag führte, scheint die Gruppe nichts und niemanden ernst zu nehmen, bis auf ihre Musik. Mit einer Frotzelei hier und einem niemals böswilligen Seitenhieb dort bewies Siewior neben seinem Wirken am hochglanzpolierten Kontrabass echte Entertainerqualitäten. Pausen bräuchten nur die vier Bläser, um ihre Kehlen zu schmieren, verriet er. Dabei hätten die es doch eigentlich gut und könnten sich auch immer wieder einmal kurz ausruhen. „Wir drei Rhythmus-Knechte müssen durchhalten, bis der Arzt kommt.“ In diesem Stil schlenderte die Greenhouse Jazzband durch das mit hohem Swing-Anteil versehene Repertoire.

Auch wenn das „Blue Note“ am 24. November kaum mit der besonderen Atmosphäre eines Sommergartens mithalten kann, den Termin für den Auftritt der Greenhouse Jazzband dürften sich einige Besucher vorgemerkt haben. Ebenso wie Angelika Rothes Hinweis auf „Chanson d´Amour“, eine Lesung mit Dominique Horwitz am 6. September auf dem Hof Wamhof in Schledehausen.


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