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Tierschutzhof in Krevinghausen gewährte einen Einblick – Erster Bauabschnitt fertig Umbau für die Katz

Von Markus Pöhlking

Hoher Besuch zum Einzug: Bürgermeister Guido Halfter (links) ließ sich von Martina Armbrecht und Andreas Renner die Katzenzimmer zeigen. Archivfoto: Egmont SeilerHoher Besuch zum Einzug: Bürgermeister Guido Halfter (links) ließ sich von Martina Armbrecht und Andreas Renner die Katzenzimmer zeigen. Archivfoto: Egmont Seiler

poel Bissendorf. Seit 2008 entsteht an der Bad Essener Straße in Bissendorf-Krevinghausen ein Tierschutzhof. Interessierten bot sich nun anlässlich der Übergabe des ersten Bauabschnittes die Gelegenheit, beim Tag der offenen Tür hinter die Kulissen der Einrichtung zu schauen.

Der Eindruck, beim bisherigen Umbau sei vieles für die Katz gewesen, kam dabei nicht von ungefähr: Als erster Nutzer bezog der Katzenschutzbund Osnabrück das renovierte Gebäude des Resthofes – mit derzeit 46 Katzen und zwanzig ehrenamtlichen Mitarbeitern. Eine Zahl, die Andreas Renner als „ausbaufähig“ bezeichnet.

Renner repräsentiert in Personalunion den Katzenschutzbund und die Tierschutzstiftung „Netzwerk für Tiere“, die den Hof erworben hat.

Beim Katzenschutzbund würden regelmäßig Katzen in Obhut gegeben. Ziel sei es, diese schnellstmöglich an neue Halter zu vermitteln – was aber nicht immer gelinge. Als Fernziel strebe man deswegen eine Aufnahmekapazität von rund 100 Katzen an. Zusätzlich sei man derzeit dabei, Raum für die Aufnahme von dreißig bis vierzig Hunden zu schaffen. Entsprechende Rohbauten sind auf dem Hofgelände bereits errichtet, neben Unterbringungsmöglichkeiten für Hunde und Versorgungsräumen sind vor Ort auch Behandlungsräume für Tierärzte vorgesehen. Langfristig plane man auch eine Art Begegnungsstätte für Mensch und Tier.

„Wenn alte Menschen in ein Altersheim ziehen müssen, können sie ihre Tiere nicht mitnehmen“, schildert Renner. Der Kontakt zu Tieren habe bei alten Menschen aber erwiesenermaßen gesundheitsfördernde Auswirkungen. Speziell für Menschen, die ihr Leben in Gesellschaft von Tieren verbracht hätten, könne so ein Stück Normalität erhalten bleiben.

Bis dahin müssen aber erst einmal weitere Bauabschnitte realisiert und ein Nutzer gefunden werden. Die Stiftung „Netzwerk für Tiere“ fungiere nämlich nur als Träger des Hofes, erklärt Renner. Die bereitgestellten Räumlichkeiten würden anschließend an andere Tierschutzorganisationen vermietet – wie auch im Falle des Katzenschutzbundes.

Lobende Worte fand Bürgermeister Guido Halfter bei der Besichtigung des Hofes: Seitens der Bürger herrsche teilweise Unklarheit, was genau auf dem alten Hofgelände eigentlich entstehe. Der Tag der offenen Tür sei daher eine gute Gelegenheit, einen Eindruck vom Konzept des Tierschutzhofes zu gewinnen sowie der dahintersteckenden Arbeit und des Potenzials einer solchen Einrichtung. Sein persönliches Resümee bei der Besichtigung der Katzenstation fiel dabei positiv aus: „Hier möchte man gerne Katze sein“, so Halfter.