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Märsche, Medleysund Modernes Blaskapelle Bissendorf-Holte begeistert mit buntem Mix

Von Johanna Kollorz

Hatte sichtlich Spaß beim Konzert: die Blaskapelle Bissendorf-Holte. Foto: Uwe LewandowskiHatte sichtlich Spaß beim Konzert: die Blaskapelle Bissendorf-Holte. Foto: Uwe Lewandowski

Bissendorf. Ein halbes Jahr lang haben die Mitglieder der Blaskapelle Bissendorf-Holte für diesen Moment geprobt: Am Samstagabend war es endlich so weit: Die Premiere des traditionellen Frühjahrskonzerts führte die 35 Musiker auf die Bühne der ausverkauften Aula des Schulzentrums.

Der Ohrwurm „Matrimony“ von Gilbert O’Sullivan sorgte für einen beschwingten Auftakt. Nach ein paar Worten von Saxofonspielerin Martina Kröning zur Chronik dirigierte Leonardo Grani (seit seinem Antritt im Sommer 2007 um eine moderne Ausrichtung der Kapelle bemüht) die Musiker gekonnt durch einen breit gefächerten Mix quer durch viele Stilrichtungen und Epochen. Folkloristisches wie die Polka „An meinem Bächlein“ war ebenso vertreten wie die Filmmusik zum Science-Fiction-Streifen „Kampfstern Galactica“. Mit einer Samba und Stücken des Abba-Musicals „Mamma Mia“ zeigten auch die Mitglieder der Jugendkapelle (unter der Leitung von Arnd Hellmann), was sie Neues einstudiert haben. Besonderen Mut bewies die 16-jährige Isabell Rittmeister, indem sie der Darbietung des Michael-Jackson-Songs „Heal the World“ ihre Stimme verlieh und dafür lang anhaltenden Applaus erntete.

Der Evergreen „Come On Eileen“ entließ das Publikum beschwingt in die Pause, in der sich die Damen der Kapelle für das Geschaffte traditionell einen Tequila gönnten. Der Marsch „Grüße aus der Oberpfalz“ eröffnete Konzertteil zwei. Zu dessen Highlights gehörten die Poi-Jonglage von Sandra Holtgreve zu „Yellow Mountains“, der Auftritt des kleinen Bläserkreises im bayrischen Outfit sowie Medleys der 60er-Jahre, italienischer Interpreten und der Rock- und Pop-Giganten Phil Collins und Tom Jones.

„Ich find’s unheimlich gut“, sagte Brigitte Töns auf Nachfrage von Bürgermeister Guido Halfter, der zum Überbrücken einer Umbauphase mit dem Mikrofon durchs Publikum geschickt wurde. Eine Umschreibung, die angesichts der kurz zuvor gespielten Stücke des Kult-Grusicals „Rocky Horror Picture Show“ treffender nicht hätte sein können. Dass die übrigen Zuschauer diese Ansicht teilten, zeigten die umjubelten Zugaben, die vom Dirigenten auf der Trompete begleitet wurden.

Etwas verhalten reagierten die Zuhörer dagegen auf die Einlagen des erstmals zur Tat schreitenden Moderators Dietmar Meißner. Wahrscheinlich lag es an den gewaltig großen Fußstapfen, die sein ebenfalls im Publikum sitzender Vorgänger Manfred Straker nach all den Jahren hinterließ.