Mein WM-Studio Die Vorrunde in Wissingen – das Finale in Moskau?

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Alles bereit für die Siegesfeier in Dennis Noltes WM-Studio – noch allerdings hat die DFB-Elf keinen Grund dafür geliefert. Vielleicht am Samstag? Foto: Andreas StauffAlles bereit für die Siegesfeier in Dennis Noltes WM-Studio – noch allerdings hat die DFB-Elf keinen Grund dafür geliefert. Vielleicht am Samstag? Foto: Andreas Stauff

Bissendorf „Ich bin komplett fußballverrückt“, sagt der 29-jährige Dennis Nolte über sich, und es klingt fast wie ein Schuldbekenntnis. Deswegen hat ihn die Auftaktniederlage der deutschen Elf gegen Mexiko auch getroffen. Und das bei der Premiere seines WM-Studios, das er im Innenhof seines Hauses extra für das Auftaktspiel aufgebaut hat. Er glaubt aber noch an den Einzug ins Finale, das er dann live in Moskau miterleben will.

Mit seiner Familie und der seiner Freundin Kathrin Niepert hat Dennis Nolte die Niederlage von Özil, Gündogan & Co. miterlebt. Es sollte ein schöner, fröhlicher Abend werden, aber da hat die deutsche Mannschaft nicht mitgespielt. Schon nach dem Führungstreffer der Mexikaner sei die Stimmung hin gewesen, berichtet Nolte. „Alle hatten trotzdem noch ein gutes Gefühl – nur ich nicht.“ Das Spiel der Männer in Schwarz-Weiß war einfach zu schwach.

Nach Spielende wurde der Grill angeschmissen. Doch der Abend war für Dennis Nolte verhagelt. „Ich habe kaum noch was gesagt“, erzählt er. Seine Schwiegermutter in spe habe sogar bemerkt, er sei so mitgenommen gewesen, als hätte er selbst gespielt. Um den Schock zu überwinden, habe es einige Zeit gedauert. „Nach dem Brasilien-Spiel war aber wieder alles gut“, so Nolte. Die anderen Favoriten seien auch nicht (viel) besser.

In der Vergangenheit haben die beiden Familien die Spiele bei den Welt- und Europameisterschaften in den heimischen vier Wänden am Fernseher verfolgt. „Das ist Familien-Tradition“, sagt Nolte. Das WM-Studio war auch Ausdruck seiner Fußball-Verrücktheit. Er selbst spielt bei den 2. Herren des SV Wissingen in der Kreisklasse und ist großer Fan von Borussia Dortmund. „Früher war ich auch bei jedem Spiel des VfL“, sagt er bedauernd. Die Entwicklung der Lila-Weißen konnte er sich jedoch nicht mehr mit ansehen.

Ansehen will er nun nicht nur die restlichen Spiele der DFB-Elf, sondern möglichst auch viele andere Spiele der WM – und zwar auswärts. Mit der Freundin geht es jetzt erst mal in den Urlaub nach Teneriffa. „Da muss ich sie noch um Freigabe bitten, dass ich viele Spiele sehen kann“, sagt er ein wenig kleinmütig.

Das gute Gefühl wich der Ernüchterung. Die Premiere von Dennis Noltes (kniend, 2.v.l.) WM-Studio in Wissingen ging schief. Foto: Andreas Stauff

Zum Halbfinale ist das Paar wieder in Deutschland. Dann soll Jogis Elf auch noch mit dabei sein, wünscht sich Dennis Nolte. Falls sie das scheinbar Unmögliche schafft und ins Endspiel einzieht, will er sogar nach Moskau reisen. Er erzählt, dass der Deutsche Fußballbund Tagesflüge und Tickets anbietet. Das sei 2014 auch so gewesen. Die 2300 Euro für den Trip nach Rio seien ihm dann aber doch zu viel gewesen.


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