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Schmuckstück im Grünen Die Ledenburg in Nemden verdankt ihren Namen einer Osnabrücker Adelsfamilie

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Einst Sitz adeliger Familien: die Ledenburg in Nemden. Um das zweiflügelige Hauptgebäude herum fließt ein Wassergraben, der mit den Reiz des Schlosses ausmacht. Foto: Michael HehmannEinst Sitz adeliger Familien: die Ledenburg in Nemden. Um das zweiflügelige Hauptgebäude herum fließt ein Wassergraben, der mit den Reiz des Schlosses ausmacht. Foto: Michael Hehmann

Bissendorf. Die Ledenburg ist weniger bekannt als andere Schlösser und Burgen im Osnabrücker Land. Wanderer kennen das imposante Gebäude im Bissendorfer Ortsteil Nemden bestimmt.

Äußerst idyllisch wirkt das Wasserschloss mit den ihn umgebenden Gräben aus der Luft betrachtet. Verstärkt wird dieser Eindruck noch dadurch, dass die Ledenburg im Grünen und abseits jeglichen Trubels liegt. Rund 200 Hektar Wald gehören zu dem Gut, das ganz im Bissendorfer Osten liegt.

Dass die Ursprünge der Ledenburg ins Mittelalter zurückreichen, ist dem Gebäude nicht anzusehen. Wann genau es gebaut wurde, ist unbekannt. Vermutlich errichteten die Herren von Holte das Schloss aber viele Jahre, nachdem die Holter Burg 1147 zerstört wurde. Seinen Namen bekam es, als das Osnabrücker Adelsgeschlecht von Leden es übernahm. Der Patrizier- und Adelsfamilie gehörte auch der Ledenhof in Osnabrück.

1618 brannte die bis dahin vierflügelige Ledenburg ab. 1627 wurde sie wieder aufgebaut. Das vom Wasser umgebene Hauptgebäude besteht seitdem aber nur noch aus zwei Flügeln, die im rechten Winkel zueinander liegen. Sein Schmuckstück ist der vorgebaute, ungleichseitige Eckturm.

Zur Anlage gehört außerdem das lang gestreckte Torhaus, das mit den auf dem Bild von Bäumen verdeckten Nebengebäuden die Vorburg bildete. Die Gräben rund um die Gebäude wurden außerdem mit Tonsohle versehen, damit das Wasser nicht abfließen kann.

1557 ging die Ledenburg in den Besitz der Familie von Enningloh, genannt von Pladiese, über. Von 1622 bis 1776 gehörte sie den Grothaus zu Krietenstein. Danach war der Graf von Münster der Schlossherr, bis 1951 die Fabrikantenfamilie Homann aus Dissen das Schloss erwarb und es so renovieren ließ, wie es sich heute darstellt. Dass auch über eine Idylle buchstäblich ein Sturm einbrechen kann, zeigte sich im Januar 2007, als der Orkan Kyrill im Osnabrücker Land wütete. 30 Hektar Wald der Ledenburg wurden damals zerstört. Wanderer lieben die Gegend natürlich weiterhin. Sie kommen an der Ledenburg vorbei, wenn sie den Bissendorfer Burgenweg entlanglaufen.

Das Motiv ist in den NOZ-Geschäftsstellen, Große Straße und Breiter Gang, und in der GMHütter Geschäftsstelle erhältlich. Ein Abzug (20 x 30 cm) kostet 14 Euro, das Format 40 x 60 cm 26,50 Euro.


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