„Aktivposten der Gemeinde“ KFD-Schledehausen feiert 70-jähriges Bestehen

Von Andreas Wenk

In einem gebastelten Modell der St. Laurentiuskirche versteckt, überreicht Bürgermeister Guido Halfter der Vorsitzenden der KFD-Schledehausen eine Spende.  Foto: Andreas WenkIn einem gebastelten Modell der St. Laurentiuskirche versteckt, überreicht Bürgermeister Guido Halfter der Vorsitzenden der KFD-Schledehausen eine Spende. Foto: Andreas Wenk

awen Bissendorf „Macht Zukunft Frauen“, rief Bürgermeister Guido Halfter den Mitgliedern und Freunden der Katholischen Frauengemeinschaft in Schledehausen in Abwandlung eines KFD-Mottos zur Mitgliederwerbung entgegen. Die feierten am Sonntag ihr 70-jähriges Bestehen.

Nach dem Festgottesdienst in der katholischen St. Laurentiuskirche lud die Frauengemeinschaft in den Pfarrgarten zu Sektempfang und Grillfest ein. Halfter nannte die KFD-Frauen einen Aktivposten der Gemeinde und dankte ihnen für ihre „brutale Leidenschaft.“ Damit brächten sie Bewegung in die katholische Kirche, sagte Halfter.

Veronika Pütker vom KFD-Regionalvorstand Gröneberg hob in ihrem Grußwort das Engagement der KFD für Frauenrechte hervor: „Auch wenn vieles erreicht ist, müssen wir aufpassen, dass wir nicht überrannt werden.“ Vor allem an die Adresse jüngerer Frauen richtete sie den Appell: „Ihr müsst selbst etwas in die Hand nehmen, es tut sonst keiner.“

„Leidenschaftlich glauben und leben“

Zuvor waren die KFD-Frauen mit Fahne und gemeinsam mit Pastor Thomas zum Gottesdienst in die Kirche eingezogen. Auf einer Leinwand erschien eine Bildergalerie mit Fotos von KFD-Vorsitzenden und Mitgliedern der vergangenen 70 Jahre. Der Gottesdienst stand im Zeichen eines Zitats aus einem Paulus-Brief an die Philipper: „Freut Euch im Herzen alle Zeit“ sowie dem KFD-Slogan „leidenschaftlich glauben und leben.“ Musikalischer Höhepunkt, im Kanon gesungen vom Cantamus-Chor, war der Titel „Brot zum Leben, Wein zur Freude, so schenkt Gott Zeit und Ewigkeit“ unter der Leitung von Elisabeth Klostermann. In ihrer Doppelfunktion als Chorleiterin und Organistin vollbrachte sie bei den Ortswechseln zwischen Kirchenschiff und Empore neben musikalischen, auch fast schon sportliche Leistungen.

Kollekte für Solwodi

Nach Eucharistiefeier, dem Einsammeln der Kollekte für Solwodi – einer internationalen Hilfsorganisation für Opfern von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Beziehungsgewalt – und den Fürbitten für die KFD-Frauen und ihren Unterstützern wechselte die Gemeinde in den Pfarrgarten. Dort hob Mechthild Bührmann die neue Sicht der katholischen Kirche auf Laien und Frauen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil hervor. Ingrid Meyer war vermutlich auch deshalb besonders erfreut, den früheren Pastor Andreas Loheide unter den Festgästen zu sehen, der als engagierter Verfechter der damals angestoßenen Reformen gilt.


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