Großprojekt nimmt Formen an Richtfest am neuen Dorfgemeinschaftszentrum Jeggen

Von Johanna Kollorz

Freude über das planmäßige Voranschreiten des neuen Dorfgemeinschaftszentrums in Jeggen: Bürgermeister Guido Halfter, Johannis Harting, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück, Gerit Höhle, Svenja Klein (Vorstand DRK Bissendorf) und Christian Labude als Mitüberbringer der Spende. Foto: Michael Lingner, DRK BissendorfFreude über das planmäßige Voranschreiten des neuen Dorfgemeinschaftszentrums in Jeggen: Bürgermeister Guido Halfter, Johannis Harting, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück, Gerit Höhle, Svenja Klein (Vorstand DRK Bissendorf) und Christian Labude als Mitüberbringer der Spende. Foto: Michael Lingner, DRK Bissendorf

Bissendorf. Im Ortsteil Jeggen gab es am Tag vor Christi Himmelfahrt allen Grund zum Feiern. Auf Einladung des DRK Bissendorf fanden sich viele Gäste zum Richtfest im zukünftigen Dorfgemeinschaftszentrum am Pfingstweg/Ecke Schledehausener Straße ein.

Das Richtfest auf der Großbaustelle in Jeggen brachte die unterschiedlichsten Akteure unter ein Dach. Und so soll es auch in Zukunft sein. Gerit Höhle und Svenja Klein (stellvertretende Vorsitzende des DRK Bissendorf) begrüßten bei strahlend blauem Himmel Förderer und Forderer, Freunde, Geschäftspartner und zukünftige Nachbarn.

Neben Aktiven des als Bauherren agierenden Ortsvereins und Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Jeggen als engagierte Mitgestalter folgten auch das Präsidium des DRK Kreisverbandes, die Gemeindefeuerwehr mit Kommando und Abordnungen weiterer Ortsfeuerwehren, Ratsmitglieder und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung der Einladung zum symbolischen Akt.

Bürgermeister Guido Halfter lobte den Mut der Ehrenamtlichen zum Angehen des Großprojektes und dankte den Ratsmitgliedern, die sich für das Gelingen stark gemacht hatten. Neben den Planern und Handwerkern vergaß der Verwaltungschef auch nicht die Sponsoren und Ausrichter kleiner Hand- und Spanndienste.

Explizit würdigte Halfter das Engagement der Interessengemeinschaft „Jeggen lebt 07“, die unter dem Vorsitz von Lothar Niekamp, in einer „absoluten Schlafgegend“ gegründet wurde und die bereits erste Pläne für die Nutzung der neuen Räumlichkeiten schmiedet.

Zünftiger Richtspruch

So ließ es sich die umtriebige Truppe auch nicht nehmen, die Richtkrone zum zügig voranschreitenden Bau des Architektur- und Ingenieurbüros Schröder aus Merzen beizusteuern. Mit einem zünftigen Richtspruch von Zimmerer André Heuer aus Ankum wurde selbige gemeinschaftlich betrunken und mit hoffentlich glückbringenden Scherben und Lobgesang in Szene gesetzt.

Lange bevor Svenja Klein und Gerit Höhle zur Überraschung der Gäste am künftigen Haupteingang einen Grundstein mit Jahreszahl enthüllten, konnte das DRK Bissendorf eine stolze Spende zur Umsetzung des Dorfgemeinschaftshauses entgegennehmen:

Johannis Harting, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück, der gemeinsam mit Christian Labude, Leiter der Marktdirektion Osnabrück-Ost-Bissendorf, erschienen war, überreichte im Rahmen der Feierlichkeiten einen Check in Höhe von 50.000 Euro. Harting lobte das Projekt als eine Anerkennung verdienende, vom Gemeinschaftssinn und ehrenamtlichen Engagement getragene, grandiose Sache, die in starker Konkurrenz zu ähnlichen, generationenübergreifenden, sozialen und kulturellen Projekten stand.

Als drei weitere Akteure, ohne deren fachliche und finanzielle Unterstützung das Großprojekt so nie hätte realisiert werden können, wurde das Wallenhorster Ingeniersplanungsbüro IPW, das Amt für Regionale Landesentwicklung Weser-Ems und die ILEK Hufeisen Region genannt. Letztere bringt das Bauvorhaben mit einer Gesamtsumme von 1,6 Millionen Euro mit einer Förderung in Höhe von fast 670.000 Euro voran.

Feldküche serviert Suppe

Im Hinblick auf den geplanten Einzug im Oktober 2018 richtete Svenja Klein auch einen besonderen Dank an die zum Diensttausch bereiten Kollegen von Gerit Höhle im Malteser-Hilfsdienst, für den letzterer hauptamtlich als Rettungssanitäter tätig ist.

Da niemand so viel Zeit und Herzblut in das Bauvorhaben investiert hat oder den Verlauf des Großprojektes besser kennt, lieferte Gerit Höhle den Gästen einen kurzen historischen Abriss von der ersten Zeichnung über die beengenden Raumverhältnisse bei der Ortsfeuerwehr Jeggen bis zur konkreten Bauphase mit Charakter eines Dorfgemeinschaftszentrums. Während das Richtfest bei Erbsensuppe aus der Feldküche und kühlen Getränken ausklang, ließ sich bereits erahnen, wie belebt es in Jeggen in Zukunft zugehen kann.