Netzwerktreffen für Jungunternehmer Bissendorfer Schüler präsentiert Projekt in New York

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Stolz posiert Bundesentscheid-Gewinner Henning Hünerbein in New York mit Guido Neumann, Geschäftsführer von NFTE-Deutschland, für ein Selfie. Foto: Margaret Fox/NFTE2018Stolz posiert Bundesentscheid-Gewinner Henning Hünerbein in New York mit Guido Neumann, Geschäftsführer von NFTE-Deutschland, für ein Selfie. Foto: Margaret Fox/NFTE2018

Bissendorf. Mit seinem regionalen Onlinemagazin osna.live gewann der Bissendorfer Schüler Henning Hünerbein den Bundesentscheid des NFTE-Wettbewerbs, bei dem Jungunternehmer für ihre Ideen ausgezeichnet werden. Der Preis: die Gelegenheit, sein Projekt gemeinsam mit den Gewinnern aus 14 weiteren Ländern in New York vorzustellen.

„Die größte Herausforderung war es für mich mein Unternehmen auf Englisch zu präsentieren“, erzählt Hünerbein nach seiner Rückkehr aus den USA. „Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden. Ich denke, dass das Projekt gut ankam.“ Um sich auf die drei Tage in New York vorzubereiten, hat der Bissendorfer im Vorfeld seine Sprachkenntnisse unter anderem mit englischsprachiger Literatur und Smalltalk trainiert.

Treffen der Gewinner

In New York traf er erstmalig auf die anderen Gewinner des NFTE-Wettbewerbs. Schüler aus insgesamt 14 Ländern haben sich in diesem Jahr beteiligt. Neben Deutschland waren beispielsweise Mexiko, Israel, Belgien oder Indien vertreten. Die Abkürzung NFTE steht für „Network for teaching entrepreneurship“. Zu Deutsch: Netzwerk für das Unterrichten von Unternehmergeist.“ Teilnehmen dürfen Schüler im Alter zwischen 15 und 20 Jahren. Gegründet wurde das Netzwerk bereits 1987 in den USA, um die Berufschancen für Jugendliche zu steigern.

Beim sogenannten „Global Showcase“ in einem New Yorker Hotel hatten die Landesgewinner dann die Gelegenheit, ihre Projekte Interessenten und Vertretern verschiedener Unternehmen näherzubringen. „Google, Whatsapp und Facebook waren vor Ort. Es ist schon verrückt, dass ein 16-Jähriger die Chance bekommt, sein regionales Magazin solchen Menschen zu erklären“, sagt Hünerbein. „Das war einfach eine geniale Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen.“

Genau dieser Aspekt stand bei der Veranstaltung auch im Vordergrund. Einen erneuten Wettkampf um den ersten Platz gab es zwischen den internationalen Teilnehmern in New York nicht. Stattdessen bekam Hünerbein seine Siegerprämie aus dem deutschen Bundesentscheid in Höhe von 800 Dollar – umgerechnet rund 720 Euro – überreicht. Die möchte der Bissendorfer nun in weitere Projekte investieren. Wie die konkret aussehen, möchte er aber vorerst nicht verraten.

Praktischer Wirtschaftsunterricht

Der NFTE-Schülerwettbewerb wird an der Osnabrücker Domschule, die der 16-Jährige besucht, als praktischer Wirtschaftsunterricht angeboten. „In diesem Umfeld können wir eigene Unternehmensideen entwickeln. Nur wenige Schüler setzen diese letzten Endes aber auch um“, sagt Hünerbein. Oft mangele es an der Zeit. Um so ein Projekt neben der Schule zu verwirklichen, müsse man sehr gut organisiert sein. Zumindest die Teilnahme an dem Kurs empfiehlt Hünerbein jedoch jedem Schüler. Selten bekomme man die Gelegenheit, so einfach Grundwissen im Bereich Wirtschaft aufzubauen.

Und ist der Bissendorfer Schüler jetzt auf den Geschmack gekommen, nachdem er seine Ideen auf internationalem Parkett präsentieren durfte? „Es war eine einmalige Erfahrung, zumal ich das erste Mal in die USA gereist bin. New York ist wirklich beeindruckend, aber leben möchte ich dort nicht“, sagt Hünerbein.


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