Alles ist eitel: Gartenmauer aus Zeitungen Schlagzeilen am Blumenbeet im Grambergen

Von Johanna Kollorz

Zweitverwertung: Monika Feil baute in ihrem Garten in Grambergen eine neun Meter lange Mauer aus Zeitungsausgaben. Foto: Johanna KollorzZweitverwertung: Monika Feil baute in ihrem Garten in Grambergen eine neun Meter lange Mauer aus Zeitungsausgaben. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. In ihrem idyllischen Garten im Ortsteil Grambergen hat Monika Feil eine ganz besondere Gartenmauer errichtet – nämlich aus NOZ-Ausgaben.

Alpakas und Pferde grasen zufrieden auf der Koppel, Rauhaardackel „Charlie“ fordert die Besucher mit erwartungsvollem Blick zum Ball werfen auf und sein gleichgroßer, schneeweißer Artgenosse „Mozart“ folgt Frauchen auf Schritt und Tritt.

Im Garten von Monika Feil, die in der FDP und im Vorstand des Landfrauenverbands Weser-Ems aktiv ist, ist Raum für viele große und kleine Bewohner. Vieles ist hier selbst gemacht. Darunter eine große Kugel und die kunstvolle Verzierung einer Außenwand aus Hufeisen in Blütenform, ein mit Naturstein verkleideter Grill und mehrere einladende Terrassen.

Seit 2017 ist der Garten um eine kleine Attraktion reicher: Eine neun Meter lange, in der Höhe variierende, leicht wellenförmig verlaufende Zeitungsmauer, umrandet ein neu gestaltetes Beet. „Auf die Idee bin ich vor gut vier Jahren gekommen.“ Damals sei sie im Internet auf einen Bericht über eine solche Mauer gestoßen. Feil animierte Freunde und Bekannte zum Mitsammeln. „Wenn ich nach Hause kam, fand ich regelmäßig einen Stapel Zeitungen vor der Tür, obwohl ich anfangs gar nicht wusste, wo genau im Garten die Zeitungsmauer entstehen sollte“.

Seit der Startschuss fiel, wurden von Monika Feil schätzungsweise 2500 NOZ-Ausgaben verlegt. Weitere Zeitungen stehen in prall gefüllten Kisten in einer Halle parat – schließlich ist das Baumaterial vergänglich.

„Am besten ging das Verarbeiten der Zeitungen immer bei Windstille. Die Beilagen entnommen habe ich die Zeitungen leicht versetzt über-einander geschichtet und immer wieder mit der Gießkanne gewässert, um sie zu beschweren und zusammenzupacken. Die älteste verarbeitete Ausgabe müsste von Anfang 2015 sein“, so die Erbauerin.

Schaut man seitlich auf die Mauer, kann man schon jetzt manchmal nur noch schwer erkennen, aus welchem Material die Abtrennung besteht. „Ich bin gespannt, wie wetterfest das Kunstwerk wohl auf die Dauer ist“, sagt Monika Feil und fügt lachend hinzu „Am Platz für ein weiteres solches Projekt sollte es jedenfalls nicht scheitern“.