Religion in Schubladen Reformationsschrank reist durch Kitas im Kirchenkreis Melle-GMHütte

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In Wissingen füllten die Leiterinnen der evangelischen Kitas mit Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren die Schubladen des zweiten Ideenschrankes. Foto: Recker-PreuinIn Wissingen füllten die Leiterinnen der evangelischen Kitas mit Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren die Schubladen des zweiten Ideenschrankes. Foto: Recker-Preuin

Bissendorf. Für Anke Fuchs ist es ein besonderes religionspädagogisches Konzept mit nachhaltiger Wirkung, für die Kinder in den 17 Kindertagesstätten des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte einfach Spannung pur. Schublade für Schublade singen, beten und spielen sie sich vor und lernen dabei viel von Gott, Jesus und der Welt. Die Rede ist vom „Reformationsschrank“ – jetzt mit neuem Inhalt.

Für Anke Fuchs ist es ein besonderes religionspädagogisches Konzept mit nachhaltiger Wirkung, für die Kinder in den 17 Kindertagesstätten des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte einfach Spannung pur. Schublade für Schublade singen, beten und spielen sie sich vor und lernen dabei viel von Gott, Jesus und der Welt. Die Rede ist vom „Reformationsschrank“ – jetzt mit neuem Inhalt.

Vor einem Jahr, zu Beginn des Reformationsjubiläumsjahres, setzte Anke Fuchs, pädagogische Leiterin der Kindertagesstätten in Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte, eine Idee in die Tat um: der Reformationsschrank wurde bebaut, dekoriert mit Bildern und Kerzen, außerdem mit Martin Luther und seine Frau Käthe. Martin, Käthe und der Schrank waren aus Holz, letzterer sogar inhaltschwer gefüllt. In seinen 24 Schubladen verbargen sich Anleitungen, Bastelmaterial, Lieder, Geschichten und Experimentelles. Alles war bestens geeignet, um der Reformation auf die Spur zu kommen.  Schublade für Schublade wurde erfahrbar, wie Martin Luther gelebt und gearbeitet hat, warum er Thesen verfasste und warum es gut ist, sich zu Gehör zu verschaffen.

Im April 2017 ging der Reformationsschrank auf Reise durch die evangelischen Kitas, die den Inhalt der Schubladen eifrig nutzten.

Vieles blieb dort vom Reformationsjubiläum hängen, wie die Leiterinnen während ihrer Konferenz in Wissingen feststellten. „Bei uns sind es die Kirchenmaus, die uns jetzt an jedem Tag begleitet, und viele neue Lieder“, berichtet Beate Viehmeyer, Kindergartenleiterin in Wissingen.

Weil eben vieles hängen blieb und außerdem ein reisender Schrank mit geheimnisvollen Schubladen gut ankommt, wurde ein zweiter angeschafft und alle Schubladen neu befüllt. „Es wäre auch zu schade gewesen, diesen Schrank in die Ecke zu stellen“, erläutert Anke Fuchs. Der Kita-Schrank 2018 steht unter dem Thema der Jahreslosung: „Ich will den Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers, umsonst.“

„Ein Thema, das vieles hergibt, mit dem alle Bildungsbereiche angesprochen werden können“, sagt die Pädagogin. Wasser ist Taufe, Quell des Lebens, Wahrung von Natur und Umwelt. Wieder sind die Schubladen mit Ideen und Materialien gefüllt. Und wieder gehen die beiden Schränke auf Reisen zu allen 17 Kitas im Kirchenkreis.

In diesem Jahr haben die Kinder noch mehr Zeit, sich ausgiebig mit den Schubladeninhalten zu beschäftigen. Mit dabei ist ein Reisebuch. Jede Station und jede Aktion werden darin dokumentiert und die Erfahrungen weitergegeben.

 


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