Mehr als 100 Bürger machten mit Bissendorfer Müllsammelaktion: Reifen, Navi, Stacheldraht

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Nur ein Teil derer, die sich an der Aktion beteiligt hatten, fand sich nach Ende am Bauhof ein und begutachtete die „Strecke“ an vollen Müllsäcken, die entlang der Straßen gesammelt worden waren. Foto: Horst TroizaNur ein Teil derer, die sich an der Aktion beteiligt hatten, fand sich nach Ende am Bauhof ein und begutachtete die „Strecke“ an vollen Müllsäcken, die entlang der Straßen gesammelt worden waren. Foto: Horst Troiza

Bissendorf. Trupps von Freiwilligen mit Warnwesten und grünen Müllsäcken in den Händen bevölkerten am Samstag wieder die Ränder der Straßen im gesamten Gemeindegebiet. Seit 23 Jahren rufen die Gemeinde, der Nabu und die Awigo zu Beginn des Frühlings zur Müllsammelaktion entlang der Verkehrswege auf.

„Wer einmal nach Bissendorf gefunden hat, will wohl niemals wieder weg“. So mutmaßte jedenfalls Andreas Mons, Ortsvorsteher von Natbergen, der nach der Müllsammelaktion ein Auto-Navigationsgerät herumzeigte. Allenthalben herrschte Unverständnis darüber, wer wohl seinen elektronischen Pfadfinder auf diese Weise entsorgt hatte. Schließlich nahm sich Fachdienstleiter Bernd Stegmann des Gerätes an. „Ich deponiere es erst einmal im Fundbüro. Wer weiß, vielleicht meldet sich ja der Besitzer“, erklärte er, wenn auch nicht besonders zuversichtlich.

Mehr als 100 Freiwillige

Mons und seine Ortsvorsteherkollegen aus den 13 Bissendorfer Ortsteilen hatten wieder einmal mehr als 100 Freiwillige zur Teilnahme an der Müllsammelaktion gewinnen können. Alt und Jung, Mann und Frau waren am Samstagmorgen unterwegs und füllten Müllsack um Müllsack. Jannis Horning (12 Jahre) und Tim Hengelsborg waren unter anderem auf eine Rolle Stacheldraht, „in sehr gutem Zustand“, so beide, gestoßen. Sie waren mit Gabi Samoray in Wersche unterwegs gewesen, die seit 20 Jahren mitsammelt.

Auch ein Tresor wurde gefunden

Jüngstes Mitglied der Gruppe war die siebenjährige Clara, die das erste Mal beim Samstagssammeln mitmachte. „Gestern haben wir schon mit der Schule Müll gesammelt, es macht mir einfach Spaß“, gab sie zu.Peter Kühn vom Bauhof sprach von Reifen, Elektroschrott und sogar einem Tresor, die gefunden worden waren. „Aber Jahr für Jahr wird es etwas weniger. Vielleicht wirkt unsere Müllsammelaktion ja in den Köpfen der Bürger nach“, lautete seine Erklärung. Trotzdem füllten sich am Ende wieder zwei Container mit den Säcken. Bürgermeister Guido Halfter dankte allen Helfern, die sich am Bauhof eingefunden hatten, wo sie vom DRK mit warmer Suppe und belegten Brötchen verpflegt wurden. „Ich muss wirklich allen ein Kompliment machen. Sie sammeln den Müll ein, den andere achtlos weggeworfen haben – das ist schon großartig“.


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