Angebot für Arbeitssuchende Neues Coaching soll in Bissendorf den Weg in den Job ebnen

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Werbung für das Jobcoaching machen (von links) Bürgermeister Guido Halfter, Caritas-Coach Lisa Morig, Arbeitsvermittler Marco Möller, Caritas-Coach Helen Rüggeberg und Michael Kelka von der Maßarbeit. Foto: Bärbel Recker-PreuinWerbung für das Jobcoaching machen (von links) Bürgermeister Guido Halfter, Caritas-Coach Lisa Morig, Arbeitsvermittler Marco Möller, Caritas-Coach Helen Rüggeberg und Michael Kelka von der Maßarbeit. Foto: Bärbel Recker-Preuin

Bissendorf. Mit einem Job kommt Bewegung ins Leben, Perspektiven tun sich auf und das Selbstwertgefühl steigt. Manchmal ist dazu ein Anstoß nötig, ein Coaching, am besten ein Coaching am Ort. „Coaching in Bissendorf“ heißt die Maßnahme, vorbereitet und durchgeführt von der Caritas Arbeits- und Dienstleistungsgesellschaft (CAD), der Maßarbeit, also dem Jobcenter des Landkreises, und der Gemeinde Bissendorf.

„Das Wichtigste ist, dass sich überhaupt etwas bewegt“, sagt Lisa Morig. Beim Coaching in Bissendorf passiert das häufig, genauer gesagt bei 70 Prozent aller Teilnehmer, sie qualifizieren sich und nehmen Gespräche auf. Fünf Teilnehmer haben sogar einen festen Job gefunden, so die Erfolgsbilanz von Lisa Morig und Helen Rüggeberg, Coaches der CAD. Dabei findet das Angebot in Bissendorf erst seit einigen Monaten im Haus Bissendorf oder im Bürgerbüro in Schledehausen statt. Zwölf Plätze stehen für die Maßnahme zur Verfügung. Die Dauer beträgt zwischen drei Monaten und etwa einem Jahr.

Jobvorbereitung am Wohnort

„Für die aufsuchende Arbeit der Jobvermittlung möchten wir möglichst in allen acht Außenstellen ein derartiges Angebot vorhalten,“ berichtet Michael Kelka, Bereichsleiter der Maßarbeit. Die Idee konnte in Bissendorf 2017 umgesetzt werden, als sich die CAD als Bildungsträger anbot und die Gemeinde mit geeigneten Räumen mitzog.

Die Teilnehmer werden in Einzelcoachings einmal pro Woche von den Caritas Mitarbeitern neu auf das Arbeitsleben vorbereitet und motiviert. Einzelcoaching bedeutet individuelle Beratung, jeweils auf die Lebens- und Bildungssituation des Teilnehmers abgestimmt. Teilnehmen können arbeitslose Menschen, die Leistungen vom Jobcenter beziehen.

Der Moment, in dem es „klick“ macht

Man muss den richtigen Moment erwischen, in dem es ‚klick‘ macht“, weiß Lisa Morig aus ihrer Erfahrung. Das heißt: die Sozialarbeiter begeben sich mit den Teilnehmern auf die Suche nach den Gründen, die die Jobsuche so schwierig macht. Denn die Ursachen der Arbeitslosigkeit sind vielschichtig.  Körperliche und psychische Erkrankungen, Abhängigkeiten oder Überschuldung können die Auslöser sein oder auch das fehlende Selbstwertgefühl nach langer Arbeitslosigkeit und Misserfolgen. Das Coaching öffnet Perspektiven und die Teilnehmer öffnen sich, so die CAD-Sozialarbeiterinnen. „Es reicht, die Menschen für kurze Zeit an die Hand zu nehmen“, so Lisa Morig, sei es um ein Mobilitätsproblem aus der Welt zu schaffen, Betreuungszeiten zu regeln oder Anträge zu stellen.

Ein Netzwerk für den Arbeitsplatz

Das Coaching vor Ort ist auf langfristigen Erfolg ausgerichtet. Die Coaches stehen auch außerdem der Coachingtreffen als Ansprechpartner zur Verfügung. Wenn dann der Coaching-Erfolg sichtbar wird, übernehmen die Arbeitsvermittler der Maßarbeit und führen zu infrage kommenden Arbeitsplätzen. Außerdem arbeiten die Mitarbeiter des Sozialamtes im Rathaus oder im Bürgerbüro gleich nebenan. „Es ist ein Coaching der kurzen Wege“, fasst Michael Kelka zusammen.


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