Plattdütske Fröihschoppen Heimatverein und Holter Burgwache bieten buntes Programm

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Bissendorf/Osnabrück. „De Bistruper kuomet“, hieß es beim ersten Plattdeutschen Frühschoppen von „Plattfoss“ im aktuellen Jahr. Gemeinsam mit der Holter Burgwache sorgte der plattdeutsche Arbeitskreis im Bissendorfer Heimat- und Wanderverein zwei Stunden für bunte Beiträge in niederdeutscher Mundart.

Der Zulauf beim 319. Frühschoppen des plattdeutschen Förderkreises in der Region Osnabrück war groß: Zirka 120 erwartungsvolle Zuhörer füllten die Cafeteria der Heilpädagogischen Hilfe in Osnabrück-Sutthausen. Nach einer kurzen Begrüßung übergaben die „Plattfoss“-Vorsitzende Elisabeth Benne und ihre Stellvertreterin Helena Reese das Wort an ihre Gäste aus „Bistrup“.

Einladung für jungen Arbeitskreis eine Ehre

Peter Spach, Vorsitzender des Heimat- und Wandervereins Bissendorf und Schriftführer Uwe Bullerdiek, unterstrichen, dass der junge, noch namenlose Arbeitskreis die Einladung als große Ehre empfindet, berichteten, wie es vor gut einem Jahr zur Gründung kam und stellten kurz alle weiteren Abteilungen des 600 Mitglieder starken Vereins vor.

„Dat fröit us ganz besonners, denn sau lött sick ne Masse upstellen“, betonte Bullerdiek – beim Moderieren schon einen ersten Scherz parat, bevor das erste Lied „Van Herrn Pastor sin Koh“ mit Manfred Staub an der Gitarre und Unterstützung des Publikums erklang.

Holter Burgwache sorgt vokalstark für Stimmung 

Für gute Stimmung zwischen den Wortbeiträgen sorgte auch die Singgemeinschaft der „Holter Burgwache“ unter der Leitung von Dietmar Meisner. „Fröher was ollens anners!“ und „Welt, watt hässe die vouännert?“ fand Elke Voltz, erntete zustimmendes Nicken und Raunen und stellte mit „Kourten Lottchen“ ein richtiges Original vom Land vor.

Wie sie trat auch Karl-Heinz Schröder mehrfach vorne ans Rednerpult: Mit dem Satz „Donner nau mool Marie, olles up de Kommoden, wat kümp denn noo bie mi eint Bedde“, beendete er seinen Beitrag „Van Friehen voo 200 Jahren“ und erntete Gelächter.

Mit „Holsken han wie olle“ berichtete der Achelrieder Autor von „de goén aulen Tiet up´n Lanne“ und leitete zum gleichnamigen Gesangsstück der Holter Burgwache über, dessen Refrain das Publikum fröhlich mit schmetterte.

Elke Voltz, Karl-Heinz-Schröder und viele starke Unterstützer

Humor und Herzblut kamen auch in den Beiträgen von Elisabeth Gröppel („Eienmool wiie richtig satt“/„Oma un de Enkel“), Marion Hildebrandt („Dee Lährer wüss auch nicks“) und Birgit Detert („Februar“ – vom Bistruper Heimatdichter Heinz Langenberg) nicht zu kurz.

Auf Zuruf aus dem Publikum: „Opa, votell mie wat van Afrika!“, trug Hendrik Bredemann die Geschichte „De Löwe“ (übersetzt von Liesel Fischer in Ossenbrügger Platt) vor.

Nach einer kleinen Pause starteten zwei junge, ambitionierte Vertreter des Arbeitskreises (beide lernen jeden Donnerstag bei Elke Voltz oder Rainer Aringsmann Platt und haben inzwischen rund 500 Vokabeln drauf) mit einem Sketch durch: Unter dem Titel „Eene Frauge“ versuchte Anna-Lena Detert verzweifelt den Weg zum Sprachheilheim zu erfahren. Doch statt zu helfen kam Sebastian Remme unter viel Gelächter von Höcksken auf Stöcksken, beziehungsweise von „Bissendorfer Bürgermeisterei“ zu Dr. Büttner.

Musikalische Zugaben eingefordert 

Als Karl-Heinz Schröder schließlich schildert, wie der Grünkohl in seinem Garten Beine bekam, war es Zeit für das letzte vokalstarke Stück der Holter Burgwache. Nach dem „Gröunkauhl-Lied“ („Gloria, Viktoria, die schöne Grünkohl-Tied ist da…“ wurden Zugabe-Rufe laut. Mit „Wir kannten käin Koppweh“ und dem „Haselied“ kamen die Wächter der gesungenen niederdeutschen Mundart diesen nach.


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