35 Musiker spielen 13 neue Stücke Blaskapelle Bissendorf-Holte brilliert beim Winterkonzert

Von Christian Hehemann

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Bissendorf. Posaunen, Pauken und Trompeten erklangen in Bissendorf. In der ausverkauften Aula der Oberschule am Sonnensee genossen viele Gäste das Winterkonzert der Blaskapelle Bissendorf-Holte.

Kaum waren die Musiker unter dem Applaus der Zuhörer eingezogen, ging es direkt voll los. Das Stück „Celebration and Song“ von Robert Sheldon gab die Richtung für den restlichen Abend vor. „Wir haben eine gute Mischung aus mitreißenden und getragenen Stücken und jedes hat seinen Platz heute Abend. Es soll eine schöne Dramaturgie im Konzert geben“, betonte Dirigent Leonardo Grani. „Ich freue mich, jedes einzelne Stück zu leiten.“

Dreizehn Stücke

Seit September liefen die Proben. Insgesamt dreizehn Stücke hatten sich die 35 Musiker für das Konzert ausgesucht. „Das sind alles neu eingeübte Stücke. Die haben wir noch bei keinem anderen Auftritt gespielt“, sagte Ulrike Schirmacher, Schriftführerin der Blaskapelle. Einmal die Woche trafen sich die Musiker für die Proben. „Die letzten beiden Monate sogar zweimal die Woche“, ergänzte Grani.

Jugendkapelle glänzt

In der Pause des Orchesters schlug dann die große Stunde der Jugendkapelle. Bereits zum vierten Mal ist dieses in der aktuellen Besetzung Teil des Winterkonzerts. „Viele spielen auch schon bei den Erwachsenen mit“, erklärte Meike Eckl, Organisatorin der Jugendkapelle. „Dort spielen sie dann die zweite Stimme. Sie sollen so langsam reinwachsen. Bei der Jugendkapelle haben diese Spieler dann auch Soli. So werden sie hier gefordert, während sie bei den Erwachsenen gefördert werden“, sagte Eckl.

Neuer Schlagzeuger gesucht

Auch Grani war voll des Lobes für die Jugendkapelle. „Wir haben in den letzten Jahren viel in unsere Nachwuchsarbeit investiert und ernten jetzt langsam die Früchte dieser Arbeit. Das funktioniert sehr, sehr gut.“ Doch die Nachwuchsarbeit soll weitergehen. „Wir bräuchten ganz dringend einen Schlagzeuger. Unser jetziger ist schon über 20 Jahre alt“, sagte Eckl. Dies bestätigt Malika Zaouali. Die junge Fagott-Spielerin nimmt zum zweiten Mal am Winterkonzert teil. „Der neue Schlagzeuger sollte schon etwas können. Und bei uns ist es immer lustig. Besonders bei den Proben“, so Zaouali.

Weiteres Konzert im Herbst

Unter den Zuhörern fand sich auch der stellvertretende Bürgermeister Christian König. „Ich bin heute halb offiziell und halb privat hier. Das Konzert hätte ich mir nicht entgehen lassen, darf heute aber auch den Bürgermeister vertreten“, sagte König. Er stellte vor allem heraus, dass alles ehrenamtlich organisiert ist. „Das muss auch gewürdigt werden.“. Dazu erklärt König, dass die Blaskapelle die einzigen regelmäßigen Konzerte mit Instrumenten in der Gemeinde biete. „Es ist wichtig für die Gemeinde, dass es solche Veranstaltungen gibt. Im Herbst spielt die Blaskapelle dann immer noch in kleinerer Runde im Bürgersaal.“


Chronik: Unter der Leitung von Karl Bunselmeyer wurde die Kriegerkapelle 1930 mit etwa 10 bis 15 Musikern gegründet. Die Übungsabende fanden in der Gaststätte Kröger-Uthoff (Natbergen) statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Proben unter der Leitung von Heinz Hengelbrock wieder aufgenommen. 1952 wurde unter der Leitung von Heinz Hengelbrock und dem Vorsitzenden Heinrich Knehans die Schützenkapelle gegründet. Die Übungsabende fanden in der Gaststätte Lindenhöhe statt. Am 13. März 1976 gab die Kapelle ihr erstes Konzert in der Aula der Haupt- und Realschule Bissendorf. 1993 nahm die Kapelle ihre erste CD „Musik im Blut“ auf. 1996

wurde die „Blaskapelle Bissendorf- Holte“ gegründet. 1998 hatten die Bläser einen Fernsehauftritt in der Sendung „kein schöner Land“. 2003 wurde die Probenhalle fertiggestellt. Im Mai 2007 übernahm Leonardo Grani das Amt des Dirigenten. Quelle: www.blaskapelle-bissendorf-holte.de

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