Sicherer Schulrucksack Bissendorfer Schüler reisen zum Wettbewerb „Jugend forscht“

Stolz präsentieren die jungen Forscher (von links) Moritz Aßmann, Sören Steinkamp und Elias Hartung ihren Safe Bag. Foto: Marius PaulStolz präsentieren die jungen Forscher (von links) Moritz Aßmann, Sören Steinkamp und Elias Hartung ihren Safe Bag. Foto: Marius Paul

mapa Bissendorf. Können Fidget Spinner wirklich die Konzentration von Kindern steigern? Sind E-Zigaretten tatsächlich deutlich gesünder als normale Zigaretten? Und wie kann ein Rucksack gegen einen möglichen Diebstahl geschützt werden? Mit diesen Fragen haben sich Schüler der Bissendorfer Oberschule am Sonnensee im Rahmen der Projekte „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ auseinandergesetzt. Nach unzähligen Versuchsreihen präsentieren die jungen Forscher nun ihre Ergebnisse beim Regionalwettbewerb in Diepholz.

„Seit rund einem Jahr arbeiten die Schüler an ihren Experimenten und waren jede Woche mit Ehrgeiz bei der Sache“, freut sich Claudia Hawer, die bereits seit zehn Jahren die AG „Jugend forscht“ anbietet.

In diesem Jahr haben sich Moritz Aßmann (11 Jahre), Sören Steinkamp (12) und Elias Hartung (13) mit etwas ganz Besonderem auseinandergesetzt. „Uns ist aufgefallen, dass viele Schulrucksäcke bei Regen völlig durchnässt werden und außerdem jeder an die privaten Sachen aus dem Rucksack herankommen kann. Deshalb wollten wir einen „Safe Bag“ entwickeln, der nicht nur wasser- und schnittfest ist, sondern auch Feuer standhalten kann und gegen Diebstahl gesichert ist“, erklärt Moritz. Dazu haben die drei Jungs verschiedene Experimente durchgeführt, um herauszufinden, welches Material den gewünschten Zweck erfüllt. „Wir haben unterschiedliche Stoffe getestet und auch einige Alarmsysteme ausprobiert, bis wir zum endgültigen Ergebnis gekommen sind“, verdeutlicht Sören. Am Schluss sei klar geworden, dass nur eine bestimmte Mischung für den „Safe Bag“ infrage kommt. „Die Außenschicht des Rucksacks besteht aus Jeansstoff, da dieser das Wasser am besten abweist. Danach kommt etwas Löschdecke, um Feuer vorzubeugen und abschließend eine Kunststoffschicht, die dafür sorgt, dass die Tasche schnittfest ist“, veranschaulicht Elias das Endprodukt. Hinzu kommt eine kleine, eigens angefertigte Alarmanlage.

Doch auch die anderen Projekte haben gute Chancen beim Regionalwettbewerb. Während Gina Marie Obrock und Janis Marie Wübboldt durch aufwendige Versuchsreihen heraufgefunden haben, dass E-Zigaretten zwar nicht so schädlich sind wie normale Zigaretten, aber dennoch äußerst gesundheitsgefährdend sein können, haben sich Lasse Galka und Mirja und Mika Maringer mit den sogenannten Fidget Spinnern beschäftigt. Die drei jüngsten Forscher im Bunde sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass anders als im Vorfeld vermutet, die kleinen, sich drehenden Spielzeuge, nicht automatisch die Konzentration steigern. Stattdessen habe man festgestellt, dass die Konzentrationsfähigkeit von jedem einzelnen Schüler individuell abhängig ist, erklärt Mirja.

„Die Schüler haben sehr viel Engagement in die Projekte gesteckt und ich hoffe, dass sie auch in diesem Jahr in Diepholz erfolgreich abschneiden zu können, so Hawer.


Oberschule am Sonnensee: „Jugend forscht“: Gina Marie Obrock und Janis Marie Wübbolt mit „E-Zigarette - Schädlich oder nicht?“. „Schüler experimentieren“: Moritz Assmann, Elias Hartung und Sören Steinkamp mit „Safe-Bag: Der sichere Rucksack“ und Lasse Galka, Mirja Maringer und Mika Maringer mit „Rund um den Fidget Spinner“.