Neugestaltung der Ringstraße Umbau im Belmer Ortskern startet nach Ostern

Marcus Hensing, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters, erläutert beim Bürgerforum vor Ort, wie die Ringstraße in diesem Bereich künftig aussehen soll. Foto; Andreas WenkMarcus Hensing, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters, erläutert beim Bürgerforum vor Ort, wie die Ringstraße in diesem Bereich künftig aussehen soll. Foto; Andreas Wenk

awen Belm. Die Straßenführung der Belmer Ringstraße wird sich bald stark verändern. Nach Ostern beginnen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Bereichs zwischen Waterloo- und Goerdelerstraße. Am Ende soll dort eine große Parkfläche entstehen.

Wie der allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters, Marcus Hensing, am Montag beim Bürgerforum erläuterte, müssen sich dann Fußgänger sowie Auto- und Radfahrer die Fläche teilen und Rücksicht aufeinander nehmen. Beabsichtigt ist, dass die Fläche bis unmittelbar an die Geschäftshäuser wie den Drogeriemarkt heranreicht, also ohne Bürgersteig. Laut Hensing soll der Bereich dadurch für den Durchgangsverkehr unattraktiver werden und zugleich mehr Parkraum entstehen.

Die Arbeiten sollen an der Goerdelerstraße beginnen. Einige Anwohner vom Leconskamp fürchteten, dann ihre Häuser oder Garagen nicht mehr zu erreichen. Denen versprach Hensing, die Zufahrt bleibe gewährleistet und die Gemeinde werde rechtzeitig auf die Betroffenen zukommen und sie schriftlich informieren. Auch deshalb und weil in einigen Bereichen nach Kanalarbeiten anstehen oder Leitungen verlegt werden müssten, sei die Umgestaltung in mehreren Abschnitten geplant.

Anlieger äußern Bedenken

Weitere Bedenken äußerten Anlieger, dass noch mehr Autofahrer den Leconskamp mit Beginn der Bauarbeiten als Schleichweg entdecken könnten. Das, so Hensing, werde die Gemeinde aufmerksam im Auge behalten.

Ebenfalls erörterte das Bürgerforum die Erweiterung des Edeka-Marktes im Ortskern. An einem entsprechenden Bebauungsplan werde derzeit gearbeitet und Hensing erinnerte daran, dass Bürger bis zum 23. Februar die Möglichkeit haben, während der ersten Auslegung der Pläne Einwände zu erheben.

Anlieger Manfred Schawe schritt die möglichen Grenzen der Markterweiterung bei dem Ortstermin ab. Er sorgt sich, dass eine Wandhöhe von fünf Metern Schatten auf die angrenzenden Gärten werfen könnten. Er sprach sich dafür aus, Vorgaben zu machen, um eine triste Fassade zu verhindern, etwa durch eine Begrünung. Hensing meinte dazu, die Gemeinde sei in einer undankbaren Situation. Das Dilemma bestehe zum einen darin, einen Markt im Ortskern langfristig lebensfähig zu halten und zum anderen, den berechtigten Interessen der Anlieger Rechnung zu tragen. Ziel müsse es sein, Einvernehmen zu erzielen. Das Problem Schattenwurf werde aber im Rahmen der weiteren Planungen noch einmal anhand von Zeichnungen erörtert.

Weniger Parkfläche

Falls der Edeka-Markt seine Ladenfläche erweitert, würde dies zulasten der bestehenden Parkfläche gehen. Ein Bürger stellte deshalb den Zusammenhang mit der Überbauung der Ringstraße her und meinte, die Gemeinde baue zusätzliche Parkflächen für ein Privatunternehmen. Diesen Aspekt, so Hensing, werde der Landkreis bei Vorlage der Pläne noch einmal sorgfältig überprüfen.

Zum Thema Sanierungsgebiet Belm Powe und dem Projekt Soziale Stadt erklärte Hensing, das sei nunmehr weitestgehend abgeschlossen. Die ergangenen Bescheide seien inzwischen rechtskräftig und mit den Ausgleichsmitteln werde am Roten Platz noch ein Basketball-Feld entstehen.