Zwischen Libido und Libero KFD Schledehausen lädt zur Weiberfastnacht

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Bissendorf. Matrosen, Bardamen, Luden, sexy Politessen und schrille Paradiesvögel bevölkerten Donnerstagabend das Schwarzwald Stüble. Auf Einladung der KFD Schledehausen ließen katholische und evangelische Frauen mit lautem Helau und Büttenreden zwischen Libido und Libero die Reeperbahn hochleben.

„Hallöchen und herzlich willkommen“, begrüßte Ingrid Meyer, Vorsitzende der KFD Schledehausen die rund 90 feierfreudigen Frauen. In Gestalt der Drag Queen Olivia Jones stimmte sie ihre Gäste auf einen Abend auf der Reeperbahn ein und begrüßte das Wirtsteam um Helga Leive-Weber. Die Beschallung der „sündigsten Meile der Welt“ besorgte in altbewährter Weise Kerstin Lückemeyer. Zum Seefahrerlied „What shall we do with the drunken sailor“ ließ sie zum Auftakt den passend uniformierten Cantamuschor anmarschieren.

Blonder Hans

Es dauerte nicht lange, bis die Walzermelodie von „Auf der Reeperbahn“ erklang. Unterhaken und schunkeln verstanden sich von selbst, während Barbara Brunsmann mit „Liebchen“ Elisabeth Klostermann im Arm den „blonden Hans“ zum Besten gab.

Zwischen den Beiträgen der KfD-Frauen lieferte Ingrid Meyer das volle Programm an Stimmungshits. Party-Kracher von Helene Fischer, Jürgen Drews oder Markus Berg klangen noch im Ohr, als sie schon in die nächste Rolle der Schlagersängerin Andrea Berg schlüpfte.

Mechthild Bührmann betrat die Bühne als gejetlagte Stewardess, ließ die Frauen teilhaben an gescheiterten Bewerbungen bei der „Lusthansa“ sowie Notlandungen und neurologischen Punkten der „Albatross-Eierlines“.

Vom Fortschritt überrollt

Lang anhaltenden Applaus erhielt auch Anna Marszalkowski (gerade einmal 15 Jahre) für ihre rund um gelungene Premiere in der Bütt. Mit der Einleitung: „Als Rentner wird man ungewollt vom Fortschritt ständig überrollt“, berichtete sie vom totalen Terminalverbot wegen ungewollter Erotik-Eskapaden im Internet des Enkelkindes.

Ulrike Marszalkowski und Susanne Laumann verschlug es dagegen auf die Mitfahrerbank. Hier tauschten sich die Tratschtanten über Schrader-Couture zur Aufbesserung der Rente aus und besangen einen Stern für ihre KFD. Als die Tanzgruppe des Ortsverbands zum Tom Jones Hit „Sex Bomb“ die Hüften schwang, tobte die Stimmung im Rotlicht- und Vergnügungsviertel. Danach hatten „Landei“ Rosemarie Schnitker und Stadtpflanze Sabine Witt, leichtes Spiel. Gemeinsam fuhren sie zur Kaffeefahrt auf den Kiez, ließen Kondome statt Kamelle fliegen und legten den leicht bekleideten Damen das DRK-Stöberlädchen ans Herz.

Anfängerübung

„Ihr habt hier aber ne Hitze in eurem Bunker“, rief Mia Kissenkötter beim Betreten des Saals, zwängte sich aus ihrem Wintermantel und präsentierte Dinge, die mal an die Luft müssen. Unter lautem Gejohle und Tä-tä-Rufen beklagte die resolute Dame aus Beckum die schwindende Libido nach 43 Jahren Ehe mit ihrem Heinz: „Da muss man das Kleid der Liebe schon mal bügeln“.

Mit dem Song „String Tanga, stringelingeling“ und einer Anfängerübung zur „Mutti-Wattiation“ verabschiede sich „Use Mia“ und gab die Bütt für einen letzten Eigenbeitrag von Ulrike Marszalkowski frei: Unter reger Beteiligung der Frauen mimte diese einen Fußballfan, philosophierte über Bandenwerbung, Schwalben und Liberos. Anschließend gab Ingrid Meyer die Tanzfläche bis nachts um halb eins frei.


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