Antrag zur Ratssitzung am 8. Februar Bissendorfer SPD will Kündigung der Kreismusikschule kassieren

Von Catharina Kronisch

Die Bissendorfer SPD will Mitglied in der Kreismusikschule Osnabrück bleiben und dadurch ein breites Angebot an Musikunterricht für Kinder sichern. Symbolfoto:  Foto: Jens Büttner/dpaDie Bissendorfer SPD will Mitglied in der Kreismusikschule Osnabrück bleiben und dadurch ein breites Angebot an Musikunterricht für Kinder sichern. Symbolfoto: Foto: Jens Büttner/dpa

Bissendorf. Die SPD Ratsfraktion der Gemeinde Bissendorf fordert, die im Dezember auf Antrag der Ratsmehrheit von CDU, FDP, Grünen und UWB ausgesprochene Kündigung in der Kreismusikschule (KMS) Osnabrück zurückzunehmen. In der nächsten Ratssitzung am 8. Februar solle darüber entschieden werden. „Aufgrund der anstehenden Planung des neuen Musikschulprogramms durch die KMS müsse die Rücknahme der Kündigung bis spätestens Ende Februar erfolgen“, teilt die SPD in einer Pressemeldung mit.

Die Bissendorfer SPD will, dass die Gemeinde weiterhin Mitglied in der Kreismusikschule Osnabrück bleibt. Hintergrund ist ein Beschluss des Rates vom vergangenen Jahr. Der legt fest, dass Bissendorf die Mitgliedschaft in der KMS kündigt. Alle Ratsparteien, bis auf die SPD, bewerten die anstehenden Kosten für die Kreismusikschule als zu hoch. Anstoß für die Diskussion war, dass die KMS ihre Satzung geändert hatte, die auch eine Neustrukturierung der Mitgliederumlagen vorsieht. Ab diesem Jahr soll es demnach, neben der bisherigen Basisumlage, auch eine Raumumlage für die KMS-Mitglieder geben. Für Bissendorf bedeutet das eine Erhöhung der Umlage auf 27.300 Euro pro Jahr. Vorher lag sie bei durchschnittlich 20.000 Euro. Für CDU, FDP, Grüne und UWB war dieser Preis zu hoch.

Keine Musikangebote mehr an Schulen und Kitas

Die Bissendorfer SPD akzeptiert die Kündigung der KMS-Mitgliedschaft nicht: „Nach dem Austritt aus der Kreismusikschule wird es schon ab Sommer keine musikalischen Angebote mehr in den Grundschulen und Kitas geben. Und ab dem neuen Jahr fällt auch der übrige Unterricht weg.“, kritisiert die SPD.

Das würde unter anderem bedeuten, dass für etwa 200 Musikschulschüler aus Bissendorf der Musikunterricht wegfalle. Davon seien die Hälfte der Kinder im Kita- und Grundschulalter. Rund 100 Erstklässler würden außerdem an den kostenfreien Musikalisierungskursen in der Kita Schelenburg und der Grundschule am Berg in Schledehausen teilnehmen, auch dieses Angebot würde dann fehlen. „Gut 100 Belegungen entfallen auf – kostenpflichtige – Blockflötenprojekte der Grundschule Bissendorf und den Instrumentalunterricht, der vornehmlich in der Grundschule in Wissingen angeboten wird.“ Das halte die SPD für falsch:. „Die Fortführung der Musikschulangebote ist unabdingbar.“ Die SPD habe keinerlei Verständnis dafür, wenn diese Angebote wegfallen: „ Wir streben auch einen Ausbau der Angebote der Kreismusikschule an“, so die SPD.

Abstimmung im Rat

In der Bissendorfer Ratssitzung am kommenden Donnerstag, 8. Februar, solle deshalb über die Rücknahme der KMS-Kündigung entschieden werden. Das ist laut SPD nicht aufzuschieben: Die Rücknahme müsse bis Ende Februar der Kreismusikschule vorliegen, anschließend müsse die Mitgliederversammlung der Kreismusikschule dieser Rücknahme zustimmen, auch das sei noch unsicher.