„Ökumenische“ Aktion KAB Bissendorf sammelt mehr als 400 Tannenbäume ein

Auch Angehörige der Pfarrjugend von St. Dionysius machten bei der Tannenbaumaktion am Samstag mit. Einige von ihnen waren extra dafür aus ihren Studienorten, wo sie jetzt leben, angereist. Foto: Horst TroizaAuch Angehörige der Pfarrjugend von St. Dionysius machten bei der Tannenbaumaktion am Samstag mit. Einige von ihnen waren extra dafür aus ihren Studienorten, wo sie jetzt leben, angereist. Foto: Horst Troiza

Bissendorf. Auch in Bissendorf rollten am Samstag die Trecker und holten die nun nicht mehr gebrauchten Tannenbäume bei den Haushalten ab. Die Organisation der Aktion lag in den Händen der KAB von St. Dionysius, die rund 25 Helfer für den Abtransport mobilisieren konnte.

In einigen Straßen im Ortsteil Bissendorf hatte es am frühen Morgen wie in einem Nadelwald ausgesehen. Tanne an Tanne lag am Straßenrand bereit zur Abholung. Bis vor wenigen Tagen hatten die Bäume noch in den Wohnzimmern gestanden, jetzt führte ihr Weg sie auf den Kompost. Pünktlich um neun Uhr waren die Helfer sternförmig vom Kirchplatz von St. Dionysius ausgerückt und fuhren Adressen in Bissendorf, Natbergen, Jeggen und Wissingen ab.

„Insgesamt waren es mehr als 400 Adressen, die wir angefahren sind. Alle hatten sich zuvor angemeldet, mehr als 100 sogar über das Internet“, sagte Jürgen Gent, der zum Organisationsteam gehörte. Alles klappte vorzüglich, gegen zwölf Uhr wurde die letzte Fuhre zum Sammelplatz der Awigo in Jeggen gefahren. Dort dürfen die KAB’ler seit Jahren ihre Fracht unentgeltlich abladen. Im Kompostierwerk im Nordkreis werden die Äste und Nadeln zu Kompost weiterverarbeitet, aus den Stämmen werden Holzpellets gepresst.

Gent bedankte sich auch bei den freiwilligen Helfern. „Besonders freue ich mich über die Unterstützung der Pfarrjugend und einiger Ehemaliger. Einige sind extra für die Abholaktion aus ihren Studienorten angereist, wo sie jetzt leben“. Für alle, die auf den Treckern mitgefahren waren, gab es nach Abschluss im Pfarrheim ein deftiges Mittagessen aus Kassler, Sauerkraut und Püree.

Der Erlös aus der Aktion soll zu einer Hälfte der KAB-Weltnothilfe zufließen, die andere der evangelischen Kirchengemeinde Achelriede. Letztere war bereits im vergangenen Jahr mit einer Spende für die neuen Glocken bedacht worden. Jetzt wird die finanzielle Unterstützung für den Bau eines Glockenstuhls verwendet.

„Die Ökumene hat in Bissendorf einen hohen Stellenwert. Wir helfen uns gegenseitig, wenn Hilfe benötigt wird“, erklärte Gent. Auch das Helferteam sei aus Mitgliedern beider Kirchen gebildet worden, mit einem leichten Übergewicht der katholischen Seite. Dieses Verhältnis sei bei jenen, die die Trecker zur Verfügung gestellt hatten, umgekehrt gewesen. „Von den vier Zugmaschinen sind drei protestantisch“, scherzte er.


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