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Petra Oelker liest aus "Emmas Reise" Gefährlicher Weg durchs Osnabrücker Nordland

Von Martin Schmitz | 09.08.2019, 12:56 Uhr

Am 15. August liest Petra Oelker auf dem Landkult-Hof in Wenstrup aus ihrem Buch „Emmas Reise“. In die abenteuerliche Geschichte aus der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg fließen auch Kindheitserinnerungen der in Hamburg lebenden Schriftstellerin aus Fürstenau ein und Recherchen in Quakenbrück.

Frau Oelker, könnten Sie uns schildern, worum es in „Emmas Reise“ geht? 

Die Geschichte spielt kurz nach dem Ende des 30-jährigen Krieges. Emma ist ein junges Mädchen, das von Hamburg aus nach Amsterdam reist, um zu ihrer Familie zu kommen. Zuerst ist sie bequem in einer Kutsche unterwegs, in Begleitung eines älteren Mannes und seines Sohnes. Doch die Kutsche wird schon bald überfallen, der Mann dabei getötet. Von da an geht es mühsam zu Fuß weiter.

Die Reise führt auch durch das Osnabrücker Nordland. Was verbindet Sie mit dieser Region?

Ich bin in Cloppenburg geboren und in Emke, Molbergen und Fürstenau aufgewachsen. Mein Vater war Förster. Als Kinder waren wir viel draußen, so habe ich das Moor kennengelernt und seine unheimliche Atmosphäre, wie es auf Kinder wirkt. Das spielt eine wichtige Rolle im Buch. Außerdem wollte ich unbedingt Osnabrück als Friedensstadt drinhaben, weil die Stadt in der Zeit eine große Bedeutung hatte. Deshalb habe ich dort im Landesarchiv nachgeforscht, da gibt es schöne Quellen aus der Zeit. Weil die Reise auch über Quakenbrück führt, war ich auch dort im Stadtmuseum. Mit freundlicher Unterstützung einer der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen dort habe ich ein Buch gefunden, das sich als tolle Quelle herausstellte und half, alles abzurunden.

Sie sind eine vielseitige und produktive Schriftstellerin. Gibt es ein neues Projekt?

Ich bin seit 20 Jahren Autorin und schreibe nach wie vor. Ja, es gibt eine neue Geschichte, einen historischen Kriminalroman mit der Wanderkomödiantin Rosina als Heldin, der elfte in Folge. Immer wenn Rosina nach Hamburg kommt, geschieht dort ein Mord. Mittlerweile lebt Rosina in Hamburg. Das macht es etwas schwieriger, sie glaubwürdig und plausibel über einen Mordfall stolpern zu lassen.

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Zur Person

Petra Oelker wurde 1947 im Cloppenburg geboren, in Hamburg lebt sie seit gut vier Jahrzehnten. Nach Studium und Beruf als MTA arbeitete sie laut Wikipedia als Journalistin bei der Hamburger Rundschau, war Chefin vom Dienst bei der tageszeitung (taz) und Redakteurin der Frauenzeitschrift Brigitte. Die große Hafen- und Handelsstadt mit der Nähe zur Küste und der reichen Kulturgeschichte bietet ihr nach eigenen Angaben für ihre Arbeit einen unerschöpflichen Fundus zum Schreiben.