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Vorschlag der CDU-Fraktion ABE soll Fahrstuhl am Bersenbrücker Bahnhof betreiben

28.02.2017, 19:51 Uhr

Die CDU Bersenbrück möchte mithilfe der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn (ABE) den Streit um den Fahrstuhl am Bahnhof in Bersenbrück beenden.

Auf einen fehlenden Aufzug und dessen Entstehungsgeschichte weist die Bersenbrücker CDU in ihrer aktuellen Pressemitteilung hin.

Gerade für Gehbehinderte und gesundheitlich eingeschränkte Personen sei es schwierig, von der einen Bahnseite auf die andere zu gelangen. Die Stadt Bersenbrück habe daher auf Antrag der CDU für diesen Personenkreis einen kostenlosen Shuttle-Service mithilfe eines ortsansässigen Taxiunternehmens eingerichtet. Die jährlichen Kosten hierfür würden rund 600 Euro betragen.

Nach Ansicht von SPD und Grünen im Bersenbrücker Stadtrat sei dieser Shuttle-Service aber nicht ausreichend. Sie forderten nach wie vor die Errichtung einer Fahrstuhlanlage. Die Investitionskosten hierfür lägen bei 515.000 Euro. Mit jährlichen Betriebskosten für den Fahrstuhl werde mit 25.000 Euro gerechnet. Falls die Bahn zur Errichtung dieses Fahrstuhls nicht bereit sei, solle der Fahrstuhl auf Kosten der Stadt Bersenbrück errichtet und betrieben werden.

Die CDU Bersenbrück schlägt in ihrer Pressemitteilung jetzt vor, die Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn-Gesellschaft mit der Errichtung und dem Betrieb des Fahrstuhls zu beauftragen. Bei der ABE handelt es sich um eine Gesellschaft in kommunaler Trägerschaft. Die ABE betreibt bereits jetzt mehrere Buslinien im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Von den Bussen werde auch mehrmals täglich der Bahnhof Bersenbrück angefahren. Weiterhin solle durch die ABE die Bahnlinie zwischen Ankum und Bersenbrück wiederbelebt werden.

Einer der Geschäftsführer, der gleichzeitig Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde Bersenbrück ist, sei für den Bahnverkehr zuständig. Dieser könne bei Bedarf jederzeit auf einen Bahnbetriebsleiter zurückgreifen. Der sei notwendig, sobald Arbeiten an Einrichtungen der Bahn vorgenommen würden.

Nach Ansicht der CDU- Fraktion sei die ABE daher geradezu prädestiniert, die Fahrstuhlanlage an der Treppenanlage am Bahnhof zu errichten. Diese Treppenanlage stehe im Eigentum der Deutschen Bahn, Arbeiten an der Anlage könnten nur mit Zustimmung der Bahn ausgeführt werden. Dabei seien die hohen Sicherheitsstandards der Bahn zu erfüllen. Die ABE solle daher mögliche Fördermittel und Zuschüsse beantragen, um die Errichtung und den Betrieb der Fahrstuhlanlage zu finanzieren. Für die Errichtung des Fahrstuhls könnten von der Landesnahverkehrsgesellschaft 385.000 Euro als Zuschuss erwartet werden, sodass noch eine Finanzierungslücke von rund 130.000 Euro verbleibe. Diese solle durch die Stadt Bersenbrück mit einem einmaligen Zuschuss geschlossen werden.

Die CDU-Fraktion habe für die nächste Stadtratssitzung im März einen entsprechenden Antrag eingebracht, heißt es in der Pressemitteilung weiter.