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„Treten souverän gegenüber der CDU auf“ MIT will Ortsverein in Ankum etablieren

Von Ulrike Havermeyer, Ulrike Havermeyer | 11.06.2016, 11:51 Uhr

Mit dem Ziel, „die weißen Flecken auf unserer Landkarte wegzuschaffen“, warb Dieter Klahsen, stellvertretender Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT), jetzt in Ankum für die Gründung eines MIT-Ortsvereins.

Auf Initiative von Andreas Hettwer, stellvertretendem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbands Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp, berichteten Dieter Klahsen und der MIT-Kreisvorsitzende Dietrich Keck über die Vorteile, die ihre Organisation mittelständischen Unternehmern, Handwerkern und Selbstständigen bietet. „Wir lernen uns kennen, tauschen uns aus und bilden ein Netzwerk“, erklärte Dietrich Keck und verwies auf die rund 380 Mitglieder, die sich bereits im MIT-Kreisverband Osnabrücker Land zusammengeschlossen haben. „Als einflussreiche politische Vertretung des Mittelstands mischen wir direkt mit: in Berlin, in Hannover, aber auch unmittelbar in den Ortsräten.“

Dass sich die MIT in der Diskussion mit den Politikern durchaus auf ihre eigenen Interessen konzentriert, betonte auch Dieter Klahsen. „Wir treten souverän gegenüber der Partei auf, gehen aber nicht auf Konfrontationskurs“, setzt er auf einen Dialog, der sich – auch mit den Vertretern der Verwaltung und dem politischen Gegner – immer „auf Augenhöhe“ abspielen solle.

Lückenschluss A33

Die geplante Gründung der Hase-Wohnbau GmbH der Samtgemeinde Bersenbrück nahm Klahsen zum Anlass, um dem Dutzend Zuhörer, das sich im See- und Sporthotel Ankum eingefunden hatte, die inhaltlichen Positionen der MIT zu veranschaulichen: „Es darf nicht so weit kommen, dass durch die wirtschaftliche Betätigung von Kommunen der privaten Wirtschaft das Wasser abgegraben wird“, warnte er und forderte „klar umschriebene Grenzen für das oft fragwürdige kommunale Engagement“.

Am Herzen lag Klahsen auch die Entwicklung der Verkehrssituation im Großraum Osnabrück. Angesichts der in den kommenden Jahren anstehenden Aus-, Umbau- und Reparaturarbeiten an den Autobahnen befürchtet der stellvertretende Landesvorsitzende erhebliche Staus in der gesamten Region. „Ich halte es für dringend notwendig, dass sich alle Beteiligten für einen Lückenschluss der A33 einsetzen“, unterstrich er.

Ob sich die Unternehmer aus der Samtgemeinde Bersenbrück von den Zielen der MIT überzeugen lassen haben, wird sich wohl in den nächsten Wochen zeigen. Beitrittserklärungen hatten die beiden MIT-Vorständler zumindest genügend dabei. „Ich hoffe, dass wir um die zehn oder 20 Mittelständler als Mitglieder aus Ankum und Umgebung gewinnen werden“, so Andreas Hettwer.